Vater werden: bin ich dazu bereit?

Und wenn ja – wann ist der richtige Zeitpunkt?

17.Nov 2017
Deutsch

Mach´ dir nichts vor: Du bist nie zu hundert Prozent bereit! Männer, die beginnen über die Frage des Kinderkriegens nachzudenken, fallen oft erstmal in eine totale, fast existenzielle, bedrohliche Unsicherheit.

Die Universität in Basel hat sich deshalb den Mann mal richtig vorgeknöpft. Experten kamen zu dem Schluss, dass ein Mann heute als Vater präsent und aktiv sein muss. Er soll aber auch noch Versorger und liebevoller Ehemann sein. Für diesen neuen Mann fand man in Basel die Umschreibung: Der "emotional involvierte, präsente Ernährer-Vater".

Die Zweifel sind also durchaus berechtigt. Und eigentlich ein Zeichen für einen gesunden Umgang mit dem Thema. Willst du die Frage, ob du bereit bist denn tatsächlich beantworten? Warum dürfen Ängste und Unsicherheiten nicht sein? Welche Fragen zum Thema stellst du dir als Mann überhaupt?

Vater werden: bin ich dazu bereit?

Foto: Shutterstock

10 grundsätzliche Fragen, die sich ein Mann vor dem Vater werden stellt:

  • Ist sie die Richtige?
  • Hält die Beziehung Alltagsbelastungen durch - zum Beispiel bei chronischem Schlafmangel?
  • Bin ich reif genug?
  • Kann ich Verantwortung tragen?
  • Was für ein Typ Vater will ich sein?
  • Welche Veränderungen entstehen für mich mit Kind(ern)?
  • Kann ich mich auf „das Abenteuer Kind“ einlassen?
  • Ist es möglich, mich im Job auch mit Kind(ern) zu verwirklichen?
  • Schaden Kinder dem Berufsleben?
  • Hatte ich bisher genug Action, Partys, Frauen – habe ich mich ausgelebt und genug Dummheiten gemacht?

 

Und wann ist nun der richtige Zeitpunkt?

Solltest du dich in der Gewissheit wiegen, Vater werden zu wollen, dann stellt sich immer noch die Frage – wann?
Solange du in deinen Zwanzigern steckst, fühlst du dich fit genug aber vermutlich doch noch zu unreif. Außerdem steckst du mitten in der Ausbildung.
In den Dreißigern hast du endlich einen guten Job und ein sicheres Einkommen. Für eine ganze Familie benötigt ihr aber zwei Einkommen. Willst du wirklich eine langweilige Familienkarre gegen dein schickes Motorrad tauschen?
In den Vierzigern fragst du dich, ob du überhaupt noch den Nerv hast. Und ob du deine kleinen Bequemlichkeiten aufgeben willst. Jetzt bist du zwar reif, aber womöglich auch schon etwas erschöpft.

 

Wo ist die passende Lücke?

Vergiss´ es. Die Zeit ist reif, wenn es soweit ist. Und wenn sich auch deine Partnerin sicher und wohl dabei fühlt. Ganz aus ihrem Bauchgefühl heraus, und ohne nachzudenken.
Der Faktor „höhere Gewalt“ spielt im Übrigen beim Kinderkriegen auch noch eine Rolle. Nicht immer läuft punkto Fruchtbarkeit alles nach Plan.

Last-but-not-least: Vater sein ist mit allerhand Überraschungen verbunden!
Das muss man(n) wirklich wollen.

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