Vatersein trotz Trennung – Teil 1

Unsere Tipps für eine gute Vater-Kind Beziehung

04.Jul 2017
Deutsch

Vatersein trotz Trennung? Papasein ist für jeden Mann eine Herausforderung. Es gibt auch kein Rezept für diese Rolle. Denn sehr viel hängt von der Qualität der Partnerschaft und den Rahmenbedingungen ab. Wenn es nun zu einer Trennung der Eltern kommt, dann ändert sich das Leben aller Beteiligten. Vor allem für die Kinder bedeutet das, dass sie erstmals mit dem Thema Verlust konfrontiert werden. Eine Trennung der Eltern kann je nach Alter des Kindes Verwirrung und Rückschritte in dessen Entwicklung auslösen.

 

 Vatersein trotz Trennung – Teil 1 Fotos: Shutterstock

In vielen Fällen verlässt ein Elternteil den gemeinsamen Lebensraum. Um die Bedingungen nicht zu erschweren, sind das oftmals die Väter. Natürlich entsteht dadurch eine Lücke im Alltag der Kinder. Und die kann auch nicht durch eine neue Partnerschaft der Mutter geschlossen werden. Denn es gibt nur einen leiblichen Vater. Die einschneidenden Änderungen im Leben einer Familie, sollten deshalb so behutsam wie möglich gestaltet werden. Das erfordert ein hohes Maß an Reife. Und in vielen Momenten musst du als Vater lernen, über deinen Schatten zu springen. Denn was die Partnerschaft zum Scheitern gebracht hat, sollte nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden. Wie du mit der veränderten Rolle am besten klarkommst, ist natürlich abhängig von der Trennungs-Situation. Aber vielleicht können wir dich mit ein paar Tipps zum Thema Vatersein trotz Trennung unterstützen.

Nähe und Regelmäßigkeit – die Basis für eine gute Vater-Kind Beziehung

Die größte Schwierigkeit beim Vatersein trotz Trennung besteht mit Sicherheit darin, im Leben deines Kindes präsent zu bleiben. Dein Kind ist mit dir aufgewachsen. Du warst Teil seines Alltags, selbst wenn du durch deine Berufstätigkeit nicht durchgehend anwesend warst. In jeder Familie entstehen Gewohnheiten, die das Kind liebgewinnt, und durch die es sich sicher fühlt. Die Papa-Zeiten gehören da dazu. Diese Nähe zum Kind kannst du so nicht mehr herstellen, aber du kannst dir Zeit für eine neue Form des Zusammenseins nehmen. 

Regelmäßigkeit ist ein wichtiger Aspekt, um einem Sprössling Sicherheit zu vermitteln. Je zuverlässiger du deine neu gestalteten Papa-Zeiten einhältst, desto eher kann sich das Kind an die geänderten Bedingungen gewöhnen. Du musst auch keine besonders unterhaltsamen Dinge unternehmen, oder dein Erspartes für teure Reisen ausgeben. Im Gegenteil. Kinderherzen kann man(n) nicht bestechen. Auch wenn die Kinderaugen bei jedem Geschenk leuchten wie an Weihnachten. Verhalte dich deshalb so natürlich wie möglich. Selbst wenn du mal einen schlechten Tag hast. Denn das ist ein Teil von dir, den dein Kind genauso liebt, wie deine Schokoladenseite.

 Vatersein trotz Trennung – Teil 1

Du bist Papa, deine Partnerin und du ihr habt euch getrennt und du fragst dich, wie du trotz Distanz eine positive Vater-Kind Beziehung schaffen beziehungsweise aufrechterhalten kannst? In der kommenden Woche teilen wir weitere nützliche Tipps: Wir sagen dir, warum die Kommunikation mit dem Kind in dieser Situation so wichtig ist und weswegen es sich durchaus lohnen kann, sich Hilfe von außen zu holen. 

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