Vatersein trotz Trennung – Teil 2

Unsere Tipps für eine gute Vater-Kind Beziehung

12.Jul 2017
Deutsch

Wenn Eltern sich trennen tun sich vor allem Väter oftmals schwer ihrer Papa-Rolle gerecht zu werden. Hier haben wir euch bereits verraten, warum regelmäßige Papa-Zeit ein sehr bedeutender Faktor ist um die Nähe aufrecht zu erhalten, dem Kind Sicherheit zu vermitteln und so den Grundstein einer gesunden Vater-Kind-Beziehung zu legen.

 

Vatersein trotz Trennung – Teil 2 Fotos: Shutterstock

In Teil 2 unserer Reihe "Vatersein trotz Trennung" teilen wir noch weitere hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Vater-Kind Beziehung.

Schweigen ist zwar Gold, aber reden ist für Kinder besser – zumindest meistens

Natürlich kommt es auf das Alter des Kindes an, aber selbst Kleinkinder verstehen, was du sagst. Auf einer emotionalen und intuitiven Ebene. Das bedeutet, dass Gespräche zwischen Papa und Kind ein wichtiger Faktor für dessen Entwicklung sind. Wenn du nun mal eine Vereinbarung nicht einhalten kannst, dann erkläre dem Kind, warum das so ist. Denn ansonsten muss die Mutter mit der Enttäuschung und der Frustration des Kindes alleine umgehen. Und das stellt eine Belastung dar, die letztlich auf das Kind zurückfällt. Auch wenn das wie ein Allgemeinplatz klingt: die Kindesmutter ist in vielen Fällen durch die Trennung ohnehin mehrfach belastet. Vor allem, in Sachen Existenzbewältigung.

Finanzielle Themen sollten aber mit Kindern nicht besprochen werden. Denn die Unterhaltszahlungen kommen zwar dem Kind zugute, sind aber Sache der Eltern. Neue Partnerschaften sollten ebenso nicht Gesprächsthema sein. Erst wenn du eine ernsthafte neue Beziehung mit einer Frau eingehst, macht es Sinn, sie dem Kind vorzustellen. Das solltest du zwar ankündigen, aber keine große Sache daraus machen. Kinder können viele Menschen in ihr Herz schließen, reagieren aber bei häufigem Partnerwechsel mit Unsicherheit.

Wenn du mit dem Kind sprichst, zeig ihm einfach, dass du an den Dingen interessiert bist, die es für wichtig hält. Und wenn du auch noch ein gutes Vorbild bist, kann in eurer neuen Vater-Kind Beziehung gar nichts mehr schieflaufen.

Vatersein trotz Trennung – Teil 2

Unbeteiligte beleuchten die Dinge auch ganz gut

Viele Männer verschließen sich, wenn es darum geht, in familiären Dingen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn nun aber die Kommunikation zwischen den Eltern an einem Endpunkt angekommen ist, sollten die Kinder nicht darunter leiden. Spannungen sind für ein Kind immer spürbar, selbst wenn sie nicht offen ausgetragen werden.

Versuche deshalb einen Weg zu finden, der für alle Beteiligten Lösungen anbietet. Gut ausgebildete Familientherapeuten sollten ihr Handwerk verstehen und in der Lage sein, klärend auf knifflige Situationen einzugehen. Was ebenso hilfreich sein kann, sind Online-Portale von Vätern. Mittlerweile gibt es mehrere tolle Blogs und Foren, wo ein reger Informationsaustausch von betroffenen Vätern stattfindet.Solche Foren sind zum Beispiel Vater sein... oder Vaternetz. Das heißt nicht, dass du dich daran beteiligen musst, aber manchmal tut es gut, einfach nur zu lesen welche Erfahrungen andere machen. Es gibt da auch jede Menge Erziehungstipps, aber ganz „unter Männern“.

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