Wachstumsschmerzen bei Kindern

Q & A: Was steckt hinter dem rätselhaften Leiden?

25.Okt 2018
Deutsch

Mitten in der Nacht wacht dein kleiner Liebling auf und beginnt vor Schmerz zu brüllen. Eventuell hat er sogar Fieber und kann nicht mehr einschlafen. Eltern sind in so einem Fall verzweifelt. Natürlich solltest du nicht allzu lange zuwarten, und dich so rasch als möglich mit deinem Hausarzt oder der Kinderärztin absprechen. Denn hinter plötzlich auftauchendem Schmerz können mehrere Arten von Verletzungen oder Krankheiten liegen. Jeder Schmerz sollte deshalb unbedingt ernstgenommen werden. Die Unsicherheit steigt jedoch häufig, denn die Schmerzen in den Füßen, Beinen und Gelenken können nun mal bei Kindern auf ganz verschiedene Weise entstehen.

Wachstumsschmerzen bei Kindern

Foto: Shutterstock

So schnell und unvermittelt wie Wachstumsschmerzen bei Kindern auftreten, so rasch können sie auch wieder verschwinden. Hier ist deshalb der Einsatz des Bauchgefühls von Mama und Papa gefragt, damit du unnötige Krankenhausbesuche vermeiden kannst.

Wir wollen helfen und ein wenig die möglichen Hintergründe beleuchten.
 

Was sind die typischen Anzeichen für Wachstumsschmerzen?
 

  • Wachstumsschmerzen treten häufig abends oder nachts auf. Oftmals nach ausgiebiger Bewegung oder sportlichen Aktivitäten. Morgens ist das Schreckgespenst dann häufig wie weggepustet.
     
  • Kinder beschreiben die Schmerzen als ziehend, aber der Schmerzpunkt lässt sich nicht exakt lokalisieren. Es kann sich auch um einen brennenden Schmerz handeln, der in Wellen kommt. Von den Füßen zieht er bis in die Waden, Kniekehlen, Schienbeine oder die Vorderseite der Oberschenkel. Manchmal an beiden Beinen gleichzeitig.
     
  • Die Dauer schwankt zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden. Die Spanne des Alters wird nur vage angegeben, aber dieser Wachstumsschmerz kann ab dem zweiten Lebensjahr bis in die Pubertät vorkommen. Je älter das Kind ist, desto besser wird es auch den Schmerzverlauf beschreiben. Bei Kleinkindern ist die gute Beobachtungsgabe der Eltern gefragt.
     

Was tun, wenn das Kind vor Schmerz schreit?
 

  • Das Wichtigste ist, dass du dein Kleines beruhigst und ihm versicherst, dass das dauernde Ziepen nicht lange anhält. Wenn keine Entzündung oder Schwellung sichtbar ist, dann liegt nahe, dass es sich nur um den lästigen Wachstumsschmerz handelt. Das Durchstrecken des Knies und das Dehnen der Beinmuskeln kann den Schmerz etwas lindern. Eine Wärmflasche oder Wollwickel können zudem beruhigend wirken.
     
  • In sehr hartnäckigen Fällen werden vom Arzt leichte Schmerzmittel für Kinder empfohlen. In der Alternativmedizin werden morgens und abends homöopathische Globuli verabreicht. Sie können von Kleinkindern in Wasser gelöst getrunken werden. Die behutsame Massage an den schmerzenden Stellen mit beruhigenden Ölen oder einer Arnikasalbe, kann ebenso helfen und auch eine ausreichende Gabe von Mineralstoffen wie Kalzium, Mangan und Magnesium wirkt in vielen Fällen wunderbar. Dabei haben sich zum Beispiel Vulkanminerale wie Zeolith oder Bentonit gut bewährt.

Ob nun Übermüdung, eine überbeanspruchte Körperhaltung, psychische Faktoren oder ein Mangel an Spurenelementen hinter diesem Leiden steckt, lässt sich wissenschaftlich nicht festmachen. Wenn der Arzt aber beim regelmäßigen Check keine anderen Ursachen findet, kannst du davon ausgehen, dass deinem Kleinen das Wachstum zu schaffen macht.

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