„Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“

Buchvorstellung mit Erziehungsgeheimnissen aus Paris

24.Sep 2016
Deutsch
Pamela Druckerman wirft in ihrem Bestseller „Warum französische Kinder keine Nervensägen sind – Erziehungsgeheimnisse aus Paris“ einen unterhaltsamen Blick auf die französische Kindererziehung. Nachdem die Amerikanerin mit ihrem britischen Mann ihr erstes von drei Kindern in Paris großzieht, fallen ihr immer mehr Dinge auf, die bei französischen Familien anders laufen. Und so beschließt sie, nicht nur intensivere Recherche zu betreiben, sondern auch gleich ein Buch darüber zu schreiben.

„Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“

Während eines Urlaubs mit ihrer ½-jährigen Tochter schmiss diese bei jedem Restaurant-Besuch mit Essen um sich oder versuchte aus ihrem Kinderstuhl zu klettern. Die französischen Kinder hingegen saßen alle brav auf ihren Plätzen, unterhielten sich in angenehmem Plauderton miteinander und hielten sogar ein Drei-Gänge-Menü durch. Da dachte sich die freie Journalistin, dass sie unbedingt lernen muss, wie man seine Kinder so erzieht. Also befragte sie drei Jahre lang alle Eltern in ihrem Umfeld, wie sie das denn genau machen mit ihrem Nachwuchs. Wie bringen sie sie ins Bett, wie machen sie das mit den Mahlzeiten…Die Autorin hat sich sogar mit Kinderärzten, Psychologen und Erziehungsexperten getroffen und erkannte schließlich ein Muster. Französische Eltern setzen striktere Grenzen, allerdings dürfen sich die Kinder innerhalb eines festgesteckten Rahmens dafür relativ frei bewegen. Gleichzeitig ist es ihnen besonders wichtig, dass sie ihnen zuhören und auch in einem wertschätzenden Ton miteinander reden.

„Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“

Foto: Shutterstock

Zudem achten Eltern auch sehr darauf, dass sie selber bei der Kindererziehung nicht untergehen. Denn, wie die Franzosen meinen, unglückliche Eltern können keine glücklichen Kinder erziehen.

Und das mit dem Essen? Da gibt es in Frankreich natürlich auch eine Regel, nämlich – so die Autorin – sollten Kinder immer hungrig sein, wenn sie sich zu Tisch setzen. Deswegen gibt es auch kaum Snacks zwischendurch. Bei Druckermann zuhause gibt es immer eine Gemüse-Vorspeise, die die Kinder inzwischen auch essen. Vieles ist einfach nur Gewohnheit.

„Warum französische Kinder keine Nervensägen sind“

​Foto: amazon.de

Das sind hier nur mal die ersten Schwerpunkte dieses Buches. Na, was sagt ihr zu diesen Theorien? Klingt doch alles sehr interessant und spannend. Ob das tatsächlich so funktioniert? Hat es jemand von euch schon ausprobiert? Kennt ihr das Buch? Wir freuen uns sehr über Kommentare zu diesem Artikel!

 

Pamela Druckerman : Warum französische Kinder keine Nervensägen sind - Erziehungsgeheimnisse aus Paris. Goldmann Verlag. Taschenbuch. 19. Oktober 2015.

http://www.pameladruckerman.com

 

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