Warum Papa Tochter Rituale für unser Baby so wichtig sind

Blog Gastartikel: Salon Papa

09.Jun 2019
Deutsch

Manche mögen sie und manche nicht. Rituale und Rhythmen für das Baby. Die einen wollen feste Abläufe, die anderen wollen sich ganz und gar nach dem Wonnepropen richten. Micky von Salon Papa erzählt von den Ritualen mit seiner Tochter Rosa.

Warum Papa Tochter Rituale für unser Baby so wichtig sind

Foto: Salon Papa

Das #teamrosa, also meine Frau und ich, wollten flexibel mit Baby bleiben und haben herausgefunden, dass ein Ablauf nicht nur uns guttut, sondern dass auch unsere Tochter entspannter ist, wenn sie genau weiß, was passiert. Deswegen gehören wir nicht nur zum #teamrosa, sondern auch zum Team „Rituale“. Und zwei dieser täglichen Rituale gehören nur Rosa und mir. Das ist eine sehr intime und ganz besondere Zeit mit meiner Tochter, Zeit die nur uns gehört - und diese zählt zu den Highlights meines Tages.

Das erste Ritual beginnt gleich morgens um kurz vor sieben Uhr, wenn Rosa mich mit leisem Gebrabbel sanft aus dem Schlaf holt und mit den schönsten Äuglein anzwinkert. Sie macht das so entzückend, es fühlt sich fast so an, als würde mich die Sonne wachküssen. Besser kann ein Tag gar nicht beginnen. Auch wenn ich gerne stundenlang mit unserer kleinen Maus kuscheln und sie einfach nur beobachten möchte, versuche ich unseren Plan einzuhalten und sie noch vor 8 Uhr zu wickeln und zu füttern. Meine Frau holt in dieser Zeit den Schlaf nach, den sie in der Nacht verloren hat. Das Gute daran, die Welt- oder zumindest die Wohnung gehört am Morgen nur Rosa und mir.

Ich merke, dass für Rosa diese wiederkehrende Struktur ein wichtiger Anker ist, welche auf liebevolle Weise, Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Wenn die ersten Bedürfnisse gestillt sind, wandern wir auf leisen Sohlen durch die Wohnung und begrüßen jedes Zimmer mit unserem "Good Morning Song".  Rosa stört sich nicht einmal an meinem falschen Gesang, sie gluckst lachend nach Zugabe.
Erst wenn wir beschlossen haben das #teamrosa vollständig zu machen, schalten wir von "piano" auf "allegro", brabbeln gemeinsam lautstark und ich schraube die Kaffeekanne unsanft zusammen, um auch Rosa´s Mama aufzuwecken.

Untertags teilen meine Frau, die Schwiegermama „Nona“ und ich uns die Rituale auf. Fix ist  aber, dass der Abend wieder nur Rosa und mir gehört.

Derzeit fängt unser Papa-Tochter-Ritual um 17.45 an. Ich bereite für unser Himbeernäschen zum Beispiel ein Bad vor, bei dem die Nebenkulisse eine wichtige Rolle spielt. Es gibt also ein wohlig warmes Badezimmer, gedämmtes Licht & warme Handtücher. Außerdem darf das von uns ernannte "Publikum" – bestehend aus Ente, Schaf, Kuh, Schwein, Frosch, Eule, Huhn und Pferd als Badetierchen -  nicht fehlen. Kein Bad ohne einen ganzen Bauernhof. Am Wickeltisch sorgen Heizlampe und bunte Lampions für die Wohlfühlatmosphäre. Ich mache Rosa nachtfertig - sie bekommt frische Windeln und wird in ihren Nachtstrampler gehüllt. Im besten Fall stehen auch schon das Abend Flascherl und die Vitamin D Tropfen bereit. Nach dem letzten anstrengenden Saugen gibt sie einen herzzerreißenden Seufzer von sich und fällt meistens in den Tiefschlaf. Dann wird Rosa noch abgeschmust (sie riecht einfach so himmlisch), in den Baby-Schlafsack gepackt und in ihr Bettchen verfrachtet. Wenn sie dann noch ein wenig quengelt, streiche ich ihr sanft über das Näschen... dann werden ihre Arme ganz müde, fallen sanft neben ihren Körper und sie taucht endgültig ins Land der Träume ab.
Es ist ein unglaublich schönes Gefühl sie beim Einschlafen zu bewundern. Ich würde sie am liebsten am Weg zum Mond begleiten oder mich zumindest neben sie legen.

Man mag zu Ritualen und Rhythmen für Babys stehen, wie man will. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass unsere Rituale Rosa helfen, die unzähligen Erlebnisse aufzuarbeiten und, um sie auf das einzustimmen, was als Nächstes kommt. Ganz gleich, ob es der Start in den Tag oder die Bettruhe danach ist. Sie entwickelt sich so wahnsinnig schnell, sie wird jeden Tag mit Neuem und Aufregendem konfrontiert, da ist es für mich ein gutes Gefühl, dass es auch für sie etwas gibt, worauf sich das süße Wesen verlassen kann.

Zum Beispiel unsere Papa-Tochter-Rituale.

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