Warum wir unbedingt Mutti-Freundinnen brauchen!

Blog Gastartikel: Stadt Land Mama

03.Jul 2018
Deutsch

Als das erste Baby da war, merkte unsere Gastbloggerin Katharina vom Blog Stadt Land Mama schnell: „Ich brauche Verbündete in diesem Abenteuer!“

Anschluss gesucht! Warum wir unbedingt Mutti-Freundinnen brauchen.

Foto: Shutterstock

Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, sah ich öfter eine Gruppe Mütter zusammen Kinderwagen schieben. Sie schnatterten, lachten und hatten Spaß. Trotzdem erschien mir das suspekt. Ich war mir sicher, dass sie sich in der Zeit vor den Kids nicht angefreundet hätten und dass ihre einzige Gemeinsamkeit die Kinder wäre. Das könnte doch niemals als Grundlage für eine Freundschaft reichen. 

Wie hatte ich mich getäuscht. Denn kaum war das Baby da, war ich einsam. Meine langjährigen Freundinnen arbeiteten natürlich weiterhin, abends war ich aber oft zu müde für ein Treffen. Und ich stellte fest, dass mich als frischgebackene Mutter gerade auch ganz andere Themen interessierten. Und irgendwann gestand ich mir ein: Wenn ich nicht immer allein auf dem Spielplatz sitzen wollte, musste ich neue Freunde finden.

Also habe ich mich ganz klassisch bei einem Babykurs angemeldet. Und tatsächlich: Obwohl uns einzig die Tatsache verband, dass wir alle vor Kurzem ein Baby bekommen hatten, gab es keine Schwierigkeiten beim Kennenlernen. Vielleicht hatte ich Glück, aber in dem Raum war keine Mutter, die sich als Supermom brüstete - alle waren müde, hatten Augenringe und viele Fragen. 

„Wie schläft Dein Baby?“, „Welche Flasche kannst Du empfehlen?“, „Tut Dir auch die Kaiserschnitt-Narbe noch weh?“ Es tat so gut, mit Frauen zu sprechen, die genau in der gleichen Situation steckten. 

Wir verabredeten uns zum Mittagessen oder Kaffeetrinken, gingen spazieren oder saßen gemeinsam im Buddelkasten. Das wichtigste aber: Wir redeten. Machten uns Mut, trösteten uns, nahmen uns in den Arm. Und ich merkte, dass die Kinder zwar die Basis waren, sich die Verbundenheit aber schnell auf weitere Bereiche unseres Lebens ausweitete. 

Ein Baby zu bekommen ist ein Abenteuer und manchmal auch ein Kampf. Da braucht man Verbündete, sonst geht einem schnell die Puste aus. Man braucht Gleichgesinnte, die verstehen, warum Schlafentzug so mürbe macht oder warum die Trotzphase eines Kleinkindes so anstrengend ist. 

Manchmal sind diese neuen Mutti-Freundinnen nur Lebensabschnitts-Gefährtinnen. Doch das macht sie nicht weniger wertvoll. Denn sie haben uns bei dem aufregendsten und schönsten Lebensabschnitt überhaupt begleitet- in dieser magischen Zeit, in der wir zu Müttern wurden. 

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