Was macht der Vater im Wochenbett?

Blog- Gastartikel Von Guten Eltern

21.Okt 2016
Deutsch

Nach Schwangerschaft und Geburt kommt das Wochenbett. Das ist die dritte, wichtige Phase, in der es viel ums Ankommen geht. Zum einen muss das Baby nach seiner Geburt bei seinen Eltern und in der Welt ankommen, zum anderen die Eltern in ihrer neuen Rolle. Der Körper aber auch die Seele der Frau brauchen zudem Zeit und Ruhe, um sich zu erholen. Schnell kommt im Regelfall die Milchbildung in Gang und das Stillen und Versorgen des Babys bringt ganz neue Herausforderungen mit sich. In dieser besonderen Zeit ist auch der Vater sehr gefragt – und das nicht nur als „Wochenbettmanager“, der sich um Haushalt, Behördengänge und einen angemessenen Umgang mit Besuch kümmert. 

 Was macht der Vater im Wochenbett?

Foto: Shutterstock

Im Wochenbett vertieft der Vater auch seine bereits in der Schwangerschaft begonnene Bindung zum Kind. Dazu gehört nicht nur das Wechseln voller Windeln, sondern vor allem, den kleinen Menschen so richtig kennenzulernen. Darum sollten auch die Väter sich möglichst viel Zeit nehmen, das kleine Menschenkind einfach anzusehen und zu staunen. Es ist herrlich, mit dem Baby ein Mittagsschläfchen zu machen oder es im Tragetuch ganz nah bei sich eine Runde durch die Wohnung zu tragen. Dabei lernt man sein Kind kennen, so dass man auch als Vater bald weiß, dass eine gewisse Unruhe und das hektische Hin- und Herbewegen des Köpfchens bedeutet, dass das Baby Hunger hat. Oder man lernt zu sehen, wann ein Baby nicht mehr „spielen“ will, um es dann sanft in den Schlaf zu begleiten.

Babys können zwar noch nicht sprechen, aber sie zeigen auch ohne Schreien sehr genau, was sie gerade brauchen. Ein liebevoll für die Wöchnerin gekochtes Essen ist großartig, aber manchmal ist bestelltes Essen vom Lieferdienst und dafür mehr Zeit für eine gemeinsame Kuschelrunde im Wochenbett genauso wichtig. Wenn möglich, sollten sich Eltern schon vorab um genug Unterstützung fürs Wochenbett kümmern, zum Beispiel durch die Hilfe einer Mütterpflegerin. Bezahlte Hilfe fürs Wochenbett kann man sich auch gut als Gutschein von Familie und Freunden schenken lassen, wenn diese nicht selbst vor Ort helfen können. So bleiben die Babyflitterwochen als eine ganz besonders Zeit in guter Erinnerung und nicht nur als „Haushaltswochen mit Baby“.

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