Was Musik mit der Entwicklung deines Babys zu tun hat

Von Mozart bis hin zu den Rolling Stones

23.Sep 2016
Deutsch

Babys brauchen Monate, bis sie richtig sehen, sprechen oder gehen können. Ein Sinn für Rhythmus ist allerdings schon im Neugeborenen Alter vorhanden. Denn die Fähigkeit, Tonhöhen zu unterscheiden und Melodien zu erkennen, ist uns angeboren. Schon während der Entwicklung im Mutterleib – etwa ab der 17. Schwangerschaftswoche - nimmt ein Embryo die Stimme der Mama wahr, hört den Herzschlag und lauscht den Geräuschen der Umwelt. Durch unterschiedliche Rhythmen mit denen wir uns umgeben sowie das alltägliche Singen unter der Dusche führen wir das ungeborene Kind also wesentlich früher in die Welt der Musik ein, als es uns eigentlich bewusst ist.

Was Musik mit der Entwicklung deines Babys zu tun hat

Fotos: Shutterstock 

Regelmäßige Musik-Reize während der Schwangerschaft verbessern die angeborenen musikalischen Fähigkeiten, da sind sich Experten inzwischen sicher. Doch angeblich bringt Mamas oder Papas Leidenschaft für Musik noch unzählige weitere positive Effekte für das Baby mit sich. Vor und nach der Geburt, ebenso wie auch während des gesamten späteren Lebens.

1. Fördert die Bewegungskoordination

Wenn sie Musik hören, beginnen Babys bereits in einem sehr frühen Stadium ihre Körper zum Rhythmus zu bewegen. Oftmals imitieren sie hier das Verhalten von uns Eltern: Ahmen unsere Mimik nach, versuchen womöglich die Lippen im Takt zu bewegen, schaukeln leicht hin oder her und versuchen dabei Hände und Finger auf die Melodie abzustimmen. Vor allem für die Körperwahrnehmung und die Feinmotorik ist dies ein ganz hervorragendes Training. Vor allem auch für die Fingerfertigkeit, die wiederum eng mit dem Sprachvermögen des Kindes zusammenhängt.

2. Gut für die Sprachentwicklung

Was Musik mit der Entwicklung deines Babys zu tun hat

Vorsingen schult auch die kognitiven Fähigkeiten deines Babys. Dein Kleines beobachtet dich und prägt sich dabei schrittweise deine Mund- und Lippenbewegungen, Mimik, Gestik sowie später auch Intonation und Sprachmelodie ein. Indem dein Baby versucht es dir gleichzutun werden wichtige Gesichtsmuskeln sowie auch das Schließen der Lippen sowie die Zunge trainiert.

3. Wichtig für den Gleichgewichtssinn!

Gesang schult das Gehör und damit, ebenso wie Hin und Herwiegen im Takt der Musik den Gleichgewichtssinn. Während dein Sprössling also der Musik lauscht, nimmt er wichtige Anreize für Körperhaltung und Muskelspannung auf. Grundvoraussetzungen für spätere Entwicklungsschritte wie Krabbeln, Halten, Laufen etc.

4. Fördert die Eltern Kind Bindung

Was Musik mit der Entwicklung deines Babys zu tun hat

Deine dem Baby inzwischen durchaus bekannte Stimmfarbe vermittelt ihm Nähe und Wärme. Auch der Augenkontakt, den dein Baby jetzt zwar noch nicht klar sehen kann, den es aber dennoch spürt, wirkt sich positiv aus. Dies gilt ganz besonders auch für Berührungen. Somit werden Vorsingen und gemeinsames Musik hören zu wichtigen Elementen des Eltern Baby Bondings.

Dabei ist völlig gleichgültig, ob du im richtigen Takt singst und die Töne korrekt triffst. Die Vielfalt der Klänge und Melodien scheint für dein Neugeborenes jetzt so unendlich, dass es noch nicht zwischen „richtig und falsch“ unterscheiden kann. Je schiefer du das Lied vorträgt und je öfter du dabei die Melodie wechselst, desto aufregender klingt dies für die kleinen Ohren.

Übrigens:  Ob du deinem Baby die Symphonie No. 5 von Beethoven oder aber die Rolling Stones vorspielst, bleibt ganz alleine dir überlassen. 

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