Was noch in die Kliniktasche muss?

Blog Gastartikel: Von guten Eltern

31.Aug 2018
Deutsch

Gastbloggerin Anja vom Blog Von Guten Eltern schreibt über das, was nicht auf den Kliniktasche-Checklisten steht, aber dennoch sehr wichtig für den bevorstehenden Aufenthalt im Krankenhaus ist.
 

Es gibt etliche dieser Listen, auf denen steht, was alles mit in die Kliniktasche für die Geburt und die ersten Tage danach muss. Vom Stillnachthemd über Babyklamotten bis hin zum Müsliriegel steht da alles drauf. Eltern packen diese Tasche also meist mit dem Gefühl, gut vorbereitet auf das nun Kommende zu sein.

Aber es gibt noch ein paar Dinge mehr, die mit „ins Gepäck“ gehören, wenn sich eine Frau mit Wehen auf den Weg in die Klinik macht.
 

  • Wissen: Es ist sinnvoll, gut informiert in den Kreißsaal zu gehen. Dabei geht es nicht darum, etliche womöglich gar verunsichernde Geburtsgeschichten von anderen gelesen zu haben, sondern vielmehr darum zu wissen, wie so eine Geburt ungefähr abläuft. Denn das medial sichtbare Bild von Geburten stimmt oft nun mal nicht mit der Realität überein. Wenn eine Schwangere zum Beispiel die Geburtsphasen kennt, wird sie den eigenen Verlauf besser einschätzen können. Dies reduziert auch Ängste, was sich wiederrum positiv auf die eigene Entspannung auswirkt. Auch das Wissen um mögliche Interventionen und deren Folgen hilft, unter der Geburt Entscheidungen selbstbestimmter treffen zu können.
     
  • Geduld: Gerade beim ersten Kind kann eine Geburt eine ganze Weile dauern. Manchmal wird die Geduld der Schwangeren bereits einige Tage vor dem eigentlichen Geburtsbeginn ganz schön auf die Probe gestellt. Da kommen und gehen die Wehen immer wieder. Mehr als einmal stellt sich die Frage, ob es nun wirklich losgeht. Häufig stagniert die Tätigkeit der Wehen auch erst einmal bei der Ankunft im Kreißsaal. Auch hier hilft Geduld, damit diese Pause zum Entspannen genutzt wird. Denn die Geburt wird auf jeden Fall irgendwann richtig losgehen. Und dann braucht es immerhin viel Kraft, mit der man deshalb zuvor gut haushalten sollte.
     
  • Zuversicht: Kein Geburtsverlauf ist vorhersehbar. Man kann und muss sich auch nicht auf alle Eventualitäten vorbereiten. Aber es fördert den Geburtsverlauf, wenn Frauen voll Zuversicht und guter Hoffnung in ihre Geburt gehen. Innere Bilder oder Affirmationen können das positive Denken unterstützen. Gedanken wie diese können also hilfreich sein:
     

    • Ich vertraue dem Lauf der Geburt
    • Zuversicht durchströmt mich
    • Mein Baby und ich sind gut versorgt
    • Meine Atmung gibt mir Ruhe und Kraft für die Geburtsarbeit
       
  • Vorfreude: Bei aller Aufregung und natürlich auch Anstrengung, die die Geburtsarbeit mit sich bringt, sollte die Vorfreude auf das Baby nicht vergessen werden. Gerade in kräftezehrenden Geburtsphasen ist der Gedanke daran, sein Baby bald in den Armen halten zu dürfen, schließlich die beste Motivation. Da man das vor lauter Wehen manchmal fast vergisst, darf auch der Geburtsbegleiter immer wieder daran erinnern. Auch der Blick auf die kleine Babymütze in der Kliniktasche für den späteren Heimweg kann die Vorfreude aktivieren und so neue Energie für die restliche Geburtsarbeit geben.

 

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