Was tun bei Blähungen in der Schwangerschaft?

So bekommst du die drückenden Winde in den Griff

02.Nov 2018
Deutsch

Sehr häufig beginnt es schon früh in der Schwangerschaft im Bauch schneidend zu kneifen. Blähungen gehören leider zu den typischen Symptomen, wenn du ein Baby erwartest. Denn das für die Muskelentspannung produzierte Hormon Progesteron (Gelbkörperhormon) zeigt sich schon in den ersten Wochen dafür verantwortlich. Es ist zwar vor allem dafür zuständig, dass sich die Eizelle optimal in der Gebärmutter einnisten kann, wirkt aber auch als Steuerelement für die Stoffwechselvorgänge. Die Verdauung wird also verlangsamt. Und bei fortgeschrittener Schwangerschaft entsteht ein Blähbauch, weil die wachsende Gebärmutter auf die Magenhöhle drückt. Nicht gerade eine angenehme Sache! Und das in manchen Fällen auch noch durchgehend während der gesamten 40 Schwangerschafts-Wochen! Mit einer unterstützenden Ernährungsumstellung zu beginnen, ist deshalb nahezu ein Muss. Allerdings ist ein wenig Vorsicht geboten, damit sich der Körper sachte anpassen kann. Wie du das bewerkstelligst, verraten wir dir mit unseren Top Tipps für die bessere Verdauung:

Was tun bei Blähungen in der Schwangerschaft? 

Foto: Shutterstock

Tipp 1 – Genuss mit Gelassenheit

In aller Ruhe die Mahlzeiten zu genießen sollte zwar immer gelten, aber ganz besonders in der Schwangerschaft. Ausgiebiges Kauen ist die Voraussetzung dafür, dass du weniger Luft schluckst, und durch das intensive Einspeicheln die Lebensmittel vorab verdaust. Hastiges Hinunterstürzen bewirkt nämlich Stress für Magen und Darm. Dasselbe gilt übrigens auch für die Stillzeit, damit das Baby später weniger an Blähungen oder Koliken leidet.

Eine gute Idee ist, einfach mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu essen. Längeres gebeugtes Sitzen solltest du vermeiden - also immer wieder die Beine vertreten! Oder wie wär´s zwischendurch mit etwas Bauchtanz?
 

Tipp 2 – So mancher Kräutertee nimmt das Völlegefühl

Obwohl von Hebammen zur Vorsicht geraten wird, sind 2 Tassen Pfefferminz-Tee pro Tag bei Bauchdrücken völlig unbedenklich. Eine höhere Dosis kann allerdings Wehen auslösend wirken. Bei Sodbrennen solltest du es lieber gänzlich sein lassen, denn das beliebte Kraut kann die Säureproduktion im Magen anregen. In diesem Fall eher auf Fenchel- oder Kümmel-Tee zurückgreifen.
 

Tipp 3 – Blähende Nahrungsmittel meiden

Damit kannst du dich auch schon auf das Stillen vorbereiten, denn der Darm des Babys ist ja ebenfalls sehr sensibel. Unreife Früchte, Frittiertes, Hülsenfrüchte und grobes Vollkornbrot gelten hauptsächlich als Verursacher von Blähungen. Genauso wie einige Kohlsorten und Trockenfrüchte.

Es gibt aber immer noch jede Menge gesunde und leckere Lebensmittel für dich: unsere Gastbloggerin Cooking Catrin hat hierfür sogar eine Liste ihrer Top 10 Lieblinge zusammengestellt!
 

Tipp 4 – Lockere & bequeme Kleidung

Regelmäßige Bauchmassagen oder sanfte Yoga Übungen können dir die Winde nehmen. Aber noch wichtiger ist, dass du dich tagsüber nicht eng und eingeschnürt fühlst! Lässige weite Shirts oder schicke Einteiler, die den Babybauch hübsch verpacken sind deshalb einfach Must-Haves im Kleiderschrank! Sie wachsen bis zur Geburt mit und garantieren den Wohlfühl-Effekt - vor und nach den Mahlzeiten!

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