Wehenfördernde Maßnahmen - 4 Tipps

So machst du dich und dein Baby startklar

30.Mai 2019
Deutsch

Wann ist es endlich soweit? Geht es deinem kleinen Bauchbewohner noch gut? Wird das Baby noch ausreichend versorgt?

Wehenfördernde Maßnahmen - 4 Tipps

Foto: Shutterstock

Ist der Geburtstermin erreicht beziehungsweise der errechnete Tag bereits verstrichen, wächst die Ungeduld der werdenden Eltern bis ins Unermessliche. Allerdings besteht noch lange kein Grund zur Sorge. Einige Babys sind zum errechneten Geburtstermin, bei dem es sich genau genommen nur um eine Schätzung handelt, einfach noch nicht soweit. So können sich die 40 Wochen, die eine durchschnittliche Schwangerschaft andauert, schnell zu 42 oder gar 43 Wochen hinziehen.

Doch auch mit diesem Wissen im Hinterkopf steigt die Spannung für die Eltern in den letzten Tagen vor der Geburt. Vor allem, wenn der Nachwuchs bereits sein volles Gewicht erreicht hat und laut Arzt „geburtsfähig“ ist. Es gibt tatsächlich den einen oder anderen Trick, um die Wehen-Tätigkeit in Gang zu bringen. Wichtig ist vorab zu erwähnen, dass solche Methoden und Hausmittelchen zwar funktionieren können, aber keineswegs greifen müssen. Es wird ohnehin nur klappen, wenn der Körper der werdenden Mutter für die Wehen bereit ist. In jedem Fall solltest du dein Vorhaben mit deiner Hebamme abklären.

Mit diesen vier Methoden könnt ihr versuchen ab dem errechneten Geburtstermin ein wenig nachzuhelfen:

1. Spazieren gehen

Wenn dir dein Arzt das Okay gibt, dann solltest du dich bis zum Tag der Geburt ausreichend bewegen. Auch wenn dir aufgrund deines Bauchumfanges absolut nicht mehr danach ist. Ausgiebige Spaziergänge an der frischen Luft bringen den Kreislauf in Schwung und sorgen für eine erhöhte Sauerstoffzufuhr. Allerdings solltest du beim Spazierengehen vorsichtshalber in Begleitung sein. Hebammen empfehlen Schwangeren, die ihre Wehen fördern wollen, auch oft das Treppensteigen oder auf allen Vieren krabbeln. Hier solltest du es aber langsam angehen lassen.
Das Stimulieren der Brustwarzen, Bauchmassage oder das Tanzbein schwingen, sind auch einen Versuch wert!

2. Kräuterkunde & Co.

Einige Kräuter und Gewürze stimulieren die Gebärmuttermuskulatur und können so Wehen fördern.

Zimt wird beispielsweise eine wehenfördernde Wirkung zugeschrieben. Diese ist allerdings sehr schwach, daher kannst du Kekse, Müsli, Quark oder Tee getrost mit Zimt verfeinern. Empfehlenswert und unbedenklich für die letzten Schwangerschaftswochen! Zusätzlich können Anwendungen aus der Homöopathie, Akupunktur oder Moxibustion den Kick-off geben.

3. Sex

Man liest es immer wieder: auch Sex kann wehenfördernd wirken. Einerseits weil ein bestimmtes Hormon im männlichen Sperma (Prostglandin) den Muttermund weich macht und auf Kontraktionen vorbereitet. Andererseits wirken auch die leichten Beckenbewegungen beim Geschlechtsverkehr „motivierend“ auf die anstehende Geburt.

Der vielleicht wichtigste Fakor: Beim Sex entspannt die Mutter. Diese Ruhe spürt das Kind. Für den Papa in spe ein guter Grund, mit noch mehr Zärtlichkeit zu punkten. Und ein wenig den Lockvogel zu mimen!

4. Der berühmt-berüchtigte Wehencocktail

Der Rizinus-Wehencocktail gilt in Hebammen-Kreisen als wahres Wundermittel zur Geburtswehenförderung. Der Cocktail besteht in der Regel aus Rizinusöl, Aprikosensaft, Mandelmus und Mineralwasser, oder einem Schuss Sekt. Die enthaltene Rizinolsäure wirkt direkt auf die Prostglandin-Rezeptoren der Muskelzellen in der Gebärmutter ein. Daher kommt es neben den für ein Abführmittel typischen Symptomen, auch zur Anregung der Gebärmutterkontraktionen. Der Rizinus Cocktail ist aber vor allem deshalb mit Vorsicht zu genießen, da er bei vielen Frauen auch Magen und Darmschmerzen, oder generelles Unwohlsein hervorrufen kann.
Wichtig: Niemals ohne Absprache mit deiner Hebamme, beziehungsweise ohne Aufsicht nehmen!
 

Nicht vergessen: Hab Geduld! Dein Baby wird schon auf die Welt kommen. Ist dein kleines Wunder erst mal geboren, ist dir auch egal ob alles eine Woche länger gedauert hat, als du dir erhofft hattest.

Und zum Abschluss gibt es hier einen weiterführenden Artikel mit der Beschreibung der Wehen, damit deutlich wird, wann es mit den Geburtswehen losgeht.

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