Weinen in den ersten 3 Lebensmonaten

Warum unsere Babys weinen

15.Sep 2016
Deutsch

Erst mal vorweg: Jedes Baby weint. Und das muss es auch, da es ja anfangs der einzige Weg für es ist, sich mitzuteilen und auf sich aufmerksam zu machen. Denn es geht ihm nicht gut und möchte, dass jemand diese Situation ändert. Auf der ganzen Welt, egal was die Eltern auch dagegen unternehmen, weinen Babys vor allem in den ersten drei Lebensmonaten regelmäßig und jeden Tag.

Weinen in den ersten 3 Lebensmonaten

Foto: Shutterstock

Nach der Geburt ist die Welt für das Baby ziemlich verändert. Denn im Mutterleib bekam es immer automatisch alles, was es brauchte: Es musste nie Hunger leiden, es war immer wohltemperiert und sowohl Geräusche als auch Lichter waren soweit gedämpft, dass es angenehm war. Babys schreien nie einfach so, sondern haben immer einen Grund. Nur ist uns der eben nicht immer klar. Und wenn sie schreien, dann richtig laut.

Die offensichtlichsten Gründe für ein schreiendes Baby sind Hunger, eine volle Windel, Müdigkeit oder Krankheit. Dann ist es für euch vielleicht auch noch logisch, wenn es ihnen zu laut oder zu leise, zu hell oder zu dunkel, zu kalt oder zu warm ist. Aber manchmal haben sie Angst, fühlen sich alleine, ihnen ist sogar langweilig oder sie sind zu vielen Reizen ausgesetzt oder haben das Bedürfnis nach Nähe.

Weinen in den ersten 3 Lebensmonaten

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Manchmal ist es leichter herauszufinden was es ist, manchmal schwerer. Wenn es zum Beispiel seit drei Stunden nicht mehr gegessen hat, könnte Hunger ein starkes Motiv für sein Schreien sein. Oder wenn es schon länger nicht mehr geschlafen hat, wird es vermutlich müde sein.

Es gibt aber auch Momente, in denen nichts hilft und man keine Ahnung hat, was man tun soll. Gerade in den späten Nachmittags- und frühen Abendstunden kommt es oft zum sogenannten „Unspezifischen Schreien“, indem Babys aus für die Eltern unerklärlichem Grund schreien. Fast macht es den Anschein, als würde es ohne Grund schreien. Natürlich weint nicht jedes Kind gleichlange und gleich oft, aber es ist eindeutig in weltweiten Studien erkennbar, dass die Intensität nach der Geburt bis etwa zur 6. Woche zunimmt und danach bis zum 3. Monat wieder stark abnimmt. Babys, die älter als drei Monate sind, weinen dann nur noch selten und dann wisst ihr auch meistens schon warum.

Weinen in den ersten 3 Lebensmonaten

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Und nein, natürlich seid ihr keine schlechten Eltern, wenn euer Baby weint. Auch wenn ihr euch sicher hin und wieder unnötige Kommentare von Verwandten, Freunden und auch Fremden anhören müsst. Kommentare wie „was hat es denn jetzt?“ helfen euch natürlich genau überhaupt nicht in dieser Situation.

Am wichtigsten ist natürlich, dass ihr für euer Baby da seid, es tröstet und seine Bedürfnisse nach Möglichkeit befriedigt. Vielleicht findet ihr für euch spezielle Rituale oder Möglichkeiten euer Kleines zu trösten.

 

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