Welche Babyflasche, welcher Sauger?

Worauf du beim Kauf achten solltest

18.Jun 2020
Deutsch

Schon ein kurzer Blick in die Regale eines Drogeriemarktes beweist: die Auswahl an Babyflaschen und Saugern ist riesig! Wie soll man da die richtige Wahl treffen? Auf vielen Packungen finden sich außerdem Fachausdrücke und Abkürzungen. Wir haben für dich zusammengefasst, wie du die beste Flasche und den besten Sauger für euch findest.


Foto: MAM Babyartikel

#1 Glas oder Plastik?

Bei Flaschen beginnt die Auswahl am besten bei der grundlegenden Frage, aus welchem Material sie sein soll. Auf Grund der zahlreichen Diskussionen rund um Plastik gibt es mittlerweile nämlich von vielen Herstellern auch Modelle aus Glas.

Plastik hat den Vorteil, bruchsicher und leicht zu sein.
Das Material sollte aber unbedingt BPA-frei sein.

Hier ein paar Hintergründe zum Thema Plastik:
Bisphenol A (BPA) ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Herstellung von sogenannten Polycarbonaten (PC). Produkte aus PC sind z.B. Lebensmittelverpackungen, Plastikbesteck und ‑geschirr und eben Babyflaschen.

Das Problem: Im Laufe der Zeit treten Spuren der chemischen Stoffe aus dem Kunststoff aus, gehen in die Nahrungsmittel über und können so in den Körper gelangen. Dies kann vor allem für Säuglinge und Kleinkinder schädlich sein.

Fachleute und Studien stellen einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von BPA und Störungen des Hormonsystems, des Gehirns, Diabetes und Herzschäden sowie einem erhöhten Krebsrisiko her. Auch wenn der letztendliche wissenschaftliche Nachweis noch aussteht, hat die Europäische Kommission gemäß dem Vorsorgeprinzip bereits jetzt den Einsatz von BPA in Babyflaschen verboten, um die Gesundheit und Sicherheit von Säuglingen und Kleinkindern zu schützen.

Produkte für Babys sollten darum aus Polypropylen (PP) bestehen. PP ist ein Material, das alle Anforderungen erfüllt und international nicht umstritten ist. PP ist vollständig frei von BPA.

Produkte für Kinder müssen außerdem frei von Weichmachern sein. Manchmal findet sich auch der Hinweis „frei von Phthalaten“ auf entsprechenden Produkten – damit sind Weichmacher gemeint.

Der Vorteil einer Flasche aus Glas: es enthält keine dieser chemischen Zusatzstoffe, die in Plastik zu finden sind (ist also garantiert BPA-frei) ist absolut lebensmittelsicher und damit sehr hygienisch. Es sollte aber aus hitze- und kälteresistentem Premiumglas bestehen, um Sterilisieren, Erwärmen, Abkühlen etc. auszuhalten. Der Nachteil von Glasflaschen: sie können zerbrechen und sind etwas schwerer.

Es spricht aber natürlich gar nichts dagegen, z.B. zu Hause Glasflaschen und unterwegs Plastikflaschen zu verwenden.
 

#2 Leichte Reinigung

Babyflaschen sollten leicht zu reinigen sein. Am besten geht das mit einer möglichst großen Öffnung, durch die man einfach spezielle Flaschenbürsten führen kann. In den ersten 3-6 Monaten sollten Flaschen und Sauger sterilisiert werden. Manche Babyflaschen verfügen über ein integriertes System zur Sterilisation, d.h. die Flasche kann mit etwas Wasser ohne weiteren Behälter in der Mikrowelle sterilisiert werden.

Moderne Babyflaschen haben tolle Zusatzfunktionen wie Anti-Kolik- oder integrierte Sterilisations-Systeme

 

#4 Was sind Anti-Kolik-Flaschen?

Insbesondere in den ersten Lebenswochen sind Babys anfällig für schmerzhafte Koliken. Sie haben Bauchweh, schreien und sind nur schwer zu trösten. Für das Entstehen der unangenehmen Koliken gibt es verschiedene Ursachen. Eine davon:
Beim Trinken gelangt aufgeschäumte Milch in den Magen des Babys und sorgt so für Schmerzen.

Bei Anti-Kolik-Flaschen sorgen spezielle Ventilationslöcher im Boden für einen optimalen Druckausgleich. Dank dieses innovativen Systems fließt die Nahrung völlig gleichmäßig, ohne Luftblasen und ohne Aufschäumen. So können Babys besonders ruhig trinken und schlucken weniger Luft – Koliken wird vorgebeugt. 

 

#5 Welche Saugergröße?

Die Saugergröße bezeichnet vor allem die Lochgröße. Diese richtet sich zum einen nach dem Alter, ist zum anderen aber auch auf die Nahrung abgestimmt: Die richtige Durchfluss-Geschwindigkeit der Nahrung sorgt dafür, dass Babys stets kräftig saugen und unterstützt damit eine gesunde Entwicklung. Hinweise zur optimalen Größe finden sich auch immer auf den Packungen.

Kleine Größen sind demnach für eher flüssige Anfangsmilch oder Muttermilch geeignet. Große Löcher beim Sauger sind für breiige bzw. dickflüssige Getränke gedacht.

In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, dem Baby das Saugen eher schwer zu machen: z.B. wenn zwischen Muttermilch und Flasche gewechselt wird. So ist das Trinken mit Flasche nicht zu „bequem“ und ähnelt mehr dem Stillen an der Brust.

 

Das könnte dich noch interessieren:

Die Saugverwirrung – Mythos oder Realität?

Welches Milchpulver ist der beste Muttermilchersatz?

 

 

Quellen:

https://www.mambaby.com/shop/de_at/babyflaschen-becher/flaschen-sets/easy-starttm-anti-colic-260ml-nature-guardian-combi-1875.html

Sende diese Seite an einen Freund