Welches Spielzeug für mein Baby?

Nützliche Tipps für den Kauf

17.März 2017
Deutsch

Warum Kinder so gerne spielen, ist eigentlich klar. Kinder entdecken spielerisch die Welt.Gleich nach der Geburt kann man einen Greif-Reflex beim Baby feststellen. Denn es wird alles, was die Handflächen berührt mit seinen kleinen Fingerchen umklammern. Deshalb greift es auch rasch zu den Spielsachen, die du ihm anbietest. Ist das Lieblingsspielzeug erst mal gefunden, wandert es auch schon direkt in den Mund unseres Sprösslings. Doch welche Spielsachen sind empfehlenswert? Worauf sollte man beim Kauf achten? Und wo liegen mögliche Gefahren?

 

Welches Spielzeug für mein Baby? Fotos: Shutterstock

Sobald Familie und Freunde erfahren, dass ein Baby unterwegs ist, regnet es Geschenke von allen Seiten. Die Freude über den Nachwuchs ist so groß, dass schon mal gerne tief in die Tasche gegriffen wird. Neben Kleidung wird das neue Familienmitglied ganz besonders gerne mit Spielzeug in allen Varianten beschenkt. Dies ist allerdings gar nicht unbedingt so gut für dein Kind. Denn mal ganz abgesehen von der pädagogischen Frage, ob ein Überangebot Sinn macht, gibt es noch andere Faktoren zu bedenken. Die Stiftung Warentest prüft Kinderspielzeug regelmäßig auf Schadstoffbelastungen. Die Ergebnisse sind leider alles andere als erfreulich. Immer wieder werden erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt.

Deshalb haben wir für dich Tipps und Empfehlungen zusammengestellt, die dir den Einkauf von Spielsachen erleichtern sollen. Mit dem Angebot in Supermärkten und Spielwarenläden ist natürlich auch die Versuchung groß, schöne Dinge zu kaufen. Vom Prinzessinnen-Schloss zum Wikingerschiff ist alles erhältlich, was das Kinderherz begehrt. Es ist natürlich die Aufgabe von uns Erwachsenen, die richtige Kaufentscheidung zu treffen.

1. Misstrauen ist gesund

  • Das Hinterfragen von Angaben der Hersteller ist kein einfaches Unterfangen. Es gibt aber dankenswerter Weise zahlreiche Elternforen, die Warnmeldungen weiterleiten.
  • Über Stellen für Konsumentenschutz und Öko-Teststellen sind Produktwarnungen via Newsletter erhältlich.
  • Wenn du die Produktangaben durchgehst, kannst du oftmals selbst feststellen, ob die Inhaltsstoffe schädlich sein können oder nicht.
  • QR-Code Leser für Zusatzinformationen kannst du am Smartphone über eine App einlesen.

2. Umgang mit Altersempfehlungen

Altersempfehlungen von den Herstellern sind gut zur Orientierung. Es ist aber zusätzlich vorteilhaft, die Expertise von erfahrenen Mamas und Papas einzuholen. Alles was gut ist, spricht sich schnell herum. Wichtig ist auch, dein Kind zu beobachten. Kinder verhalten sich ähnlich wie Katzen, da wird das schicke Designer Katzenbettchen schon mal verweigert und es sich stattdessen lieber in einem alten Karton gemütlich gemacht. Kleine Kinder lieben es zu entdecken und können daher oft schon mit den einfachsten Haushaltsgegenständen zufriedengestellt werden. Aber auch diese sollten natürlich keinerlei Gefahren in sich bergen und unbedingt schadstofffrei sein.Babys und Kleinkinder lernen beim Spiel, wozu sie in der Lage sind und wo ihre individuellen Grenzen liegen. Eltern und Kinderbetreuer sollten die Kleinen so gut wie möglich dabei unterstützen, diese Grenzen zu überwinden und spielerisch Neues zu lernen. Aber dafür benötigt das Kind kein großes Angebot an Spielzeug. Im Gegenteil. Ein Überangebot kann es sogar verunsichern.

Welches Spielzeug für mein Baby?

3. Grundsätzlich geeignetes Spielzeug für Kinder von 0 bis 2 Jahren

  • Rasseln und Greiflinge
  • Spieluhren und Mobiles
  • Fingerpuppen und Stoffbücher
  • Schmusedecke und Kuscheltier
  • Krabbeldecke und Babyschaukel
  • Holz- und Lernspielzeug (Steck- und Scheibentürme)
  • Knetmasse und Fingerfarben
  • Lauflerner und Schaukeltiere
  • Ordnungsboxen, Spielküche und Werkbank für Kleinkinder
  • Spielzelt und Puppenwagen
  • Ring- und Klappbücher

Kontrastfarben und klare Formen fördern dabei die visuelle Entwicklung. Dinge wie Knete, kannst du sogar ganz einfach selbst herstellen.

Eine Handbremse für jeden Anlass

Um Verwandte und Freunde ein wenig vom übermäßigen Spielzeugkauf abzuhalten, ist es sinnvoll, Wunschlisten zu schreiben oder um Gutscheine zu bitten. Wenn es – etwa zum Geburtstag - um eine größere Anschaffung geht, könntest du im Vorfeld ein „Crowd-Funding“ ankündigen! Zum Auspacken wird es garantiert trotzdem mehr als genug geben für deinen kleinen Spatz. Schließlich sind da immer noch die Tanten und Onkels, die es sich nicht nehmen lassen, zusätzlich ein hübsch verpacktes Spielzeug mitzubringen. 

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