Wenn das Baby weint

Blog Gastartikel: Geborgen Wachsen

23.März 2018
Deutsch

Gastbloggerin Susanne vom Blog Geborgen Wachsen darüber, wie sehr uns das Weinen unseres Babys berührt und wie wir am besten damit umgehen um es schnellstmöglich zu beruhigen.

Wenn das Baby weint

Kaum etwas berührt uns als Mutter oder Vater so sehr wie das Weinen eines Babys. Wir sehen hin, instinktiv nehmen wir es auf den Arm, wiegen es und machen sanft-rauschende Geräusche. Ich erinnere mich an viele Abende, an denen ich wiegenden Schrittes mit Baby auf dem Arm durch die Wohnung lief. Bei jedem meiner drei Kinder ein wenig anders, denn ein jedes hatte andere Bedürfnisse, die erst kennengelernt werden wollten.
 

Das wirkt beruhigend auf das Baby

Beruhigend ist, besonders für ein Neugeborenes alles was es an die Zeit im Mutterleib erinnert: Sanftes Wiegen, eine Hülle, die sie umgibt, wie zum Beispiel ein Tragetuch oder unsere Arme, gemütliche Wärme, Körperkontakt - und keine Stille. Denn auch im Mutterleib war es umgeben von pulsierend-gluckernd-strömenden Körpergeräuschen und den Stimmen der Eltern und der Mitmenschen.
 

Woher das Weinen kommt

Auch beim zweiten und dritten Kind fiel es mir anfangs nicht immer leicht, sofort zu erahnen, woher das Weinen rührt: Hunger? Zu viele Reize? Eine volle Windel? Zu enge Kleidung, die stört? Es gibt so viele Dinge, die neu sind für das Baby und es stören könnten. Und jedes Kind ist auch anders indem, was es als besonders schwierig oder einfach betrachtet. So auch bei meinen Kindern. Immer wieder aufs Neue musste ich die Ursache des Weinens kennenlernen. Die Beziehung musste sich erst einspielen, wir mussten noch lernen, die kleinen und großen Signale richtig zu lesen und darauf angemessen zu reagieren.
 

Umgang mit dem Weinen

Meistens - besonders nach den ersten Wochen –lässt sich recht leicht bestimmen, woher das Weinen stammt. Aber so manches Mal gibt es auch Situationen, in denen es ungeklärt bleibt. Da hilft es nur, das Baby im Arm zu halten und es beim Weinen zu begleiten. Denn durch das Weinen werden Stresshormone, denen man am besten mit Nähe entgegenwirkt, ausgeschüttet. Ein begleitetes Weinen des Babys ist also kein “Schreien lassen”. Schließlich braucht es uns, um seine Gefühle wieder zu regulieren und dadurch eines Tages zu lernen, diese einigermaßen selbst zu steuern.

Wie viele Kilometer ich mit einem weinenden Baby schon gelaufen bin? Ich weiß es nicht. Aber es sind sehr, sehr viele. Und auch jetzt, wo sie bereits etwas älter sind, gibt es noch immer Situationen, in denen ich die Ursache des Weinens nicht erkenne und sie diese auch nicht aussprechen. So wie ein Baby, legen sie dann ihren Kopf auf meine Schulter, ich streichle über ihren Kopf und gebe ein sanftes “Schschsch” von mir. Denn es tut ihnen einfach gut, wenn jemand für sie da ist, bei dem sie sich ausweinen können und getröstet werden. Genauso wie es auch uns selbst oft guttut.

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