Wenn Mama eine Auszeit braucht

So klappt es mit dem Milch abpumpen

10.Feb 2017
Deutsch

Für ein Baby da zu sein erfordert zu hundert Prozent Einsatz und Aufmerksamkeit. Vor allem für dich als Mutter. Natürlich hast du immer wieder Entlastungsmomente durch deinen Partner und Familie oder Freundinnen. Vor allem bei Erstlingsmüttern kann der intensive Babyrhythmus nach den ersten Wochen schon mal einen Lagerkoller auslösen. Glaub uns, was das betrifft, bist du garantiert nicht allein. Chronischer Schlafmangel und häufiges Stillen sind Strapazen für Körper und Geist, die nach regelmäßiger Erholung rufen. Gönne dir deshalb ab und an eine Mama Auszeit. Selbst eine Stunde pro Woche, die du nur für dich hast, hilft dir, danach wieder frischer und kraftvoller für dein Baby da zu sein. Lass dich zum Beispiel im Haarsalon an der Ecke verwöhnen und verabschiede dich dort von deinem Out-of-bed Look.

 

Wenn Mama eine Auszeit brauchtFoto: Shutterstock

Die Baby-Auszeit gut zu planen und vorzubereiten macht Sinn. Denn je besser die Vorbereitung, desto mehr kannst du es genießen. Und schließlich soll es deinem Baby auch während deiner Abwesenheit an nichts fehlen. In der Gewöhnungsphase ist es besonders wichtig, nicht zu lange weg zu bleiben. Damit dein Sprössling gut versorgt ist - auch wenn du noch stillst, solltest du ausreichend Milch abpumpen. Worauf du dabei achten solltest:

  • Euer Stillrhythmus sollte sich eingependelt haben, bevor du mit dem Abpumpen der Milch beginnst. Das dauert in den meisten Fällen einige Wochen.
  • Das Abpumpen soll keinesfalls schmerzhaft werden. Ein Ausstreichen der Milch mit der Hand ist auch möglich, kann aber langwierig sein.
  • Der Milchspende-Reflex ist eventuell gehemmt, wenn das Baby beim Abpumpen nicht in deiner Nähe ist. Du kannst die Pumpe darum direkt nach dem Stillen ansetzen. Denn es ist auch dann noch genug Milch im Depot dafür da.
  • Wenn du mal länger weg bist, beginnen sich womöglich deine Brüste unterwegs mit Milch zu füllen und schwer zu werden. Nimm die Pumpe einfach mit und pumpe wenn nötig an einem bequemen Rückzugsort ab.
  • Portioniere die richtigen Mengeneinheiten der Milch und fülle sie in geeignete, sterile Aufbewahrungsgefäße. Bewahre sie im Kühlschrank auf. Du kannst sie auch in schadstofffreie Kunststoffbeutel füllen und auf Vorrat ins Gefrierfach tun. Vermeide beim Wärmen im Wasserbad zu hohe Temperaturen, damit die Inhaltsstoffe nicht zerstört werden.
  • Achte ausgiebig auf Hygiene. Du willst weder deinem Baby noch deiner Brust mit Verunreinigungen schaden.
  • Stelle einen Timer für die Stillzeiten während deiner Abwesenheit. Das erleichtert deinem Partner oder der temporären Ersatz-Mama (Oma, Tante) ihre Arbeit.

 

Foto: MAM

 

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