Wer? Wie? Warum? Meine Kinder fragen mir Löcher in den Bauch

Blog Gastartikel: Katharina von Stadt Land Mama

03.Sep 2019
Deutsch

Natürlich wünschen wir uns alle wissbegierige Kinder. Klar wollen wir, dass die Kids neugierig sind. So und nicht anders sollte es doch im Idealfall sein, oder? Aber manchmal wünschen wir uns auch einfach, dass sie jemand anderen mit ihren tausenden Fragen löchern als uns Mamas und Papas - findet jedenfalls Gastbloggerin Katharina vom Blog Stadt Land Mama.
 

Mutter mit ihren beiden Kindern
 

Ich weiß noch, dass ich ab und zu dachte: „Oh, wird das schön, wenn mein Baby erst reden kann! Und wenn wir richtige Gespräche miteinander führen können.“ Denn mal ehrlich: Manchmal fehlt uns einfach eine ausführliche Konversation mit anderen Menschen, wenn wir dauerstillend mit einem Säugling zu Hause sind. Und immer, wenn das Baby weinte, obwohl ich Windeln gewechselt und gefüttert hatte, flehte ich: „Wenn Du doch schon was sagen könntest...“. Falls du also gerade genau in dieser Situation bist und dich unendlich auf die ersten Worte deines kleinen Schatzes freust, flüstere ich dir zu: Genieß die „Ruhe“ noch ein bisschen, denn wenn sie einmal angefangen haben zu quasseln, hören sie nicht mehr auf.
 

Fragen über Fragen

Warum regnet es? Wer hat die Uhr erfunden? Kann Oma uns im Himmel noch hören? Woher wissen die Ameisen, wohin sie laufen müssen? Wie alt kann ein Elefant werden?
Und natürlich: Wo sind meine Sandalen? Warum kriege ich kein zweites Eis? Wann darf ich Fernsehen? Warum muss ich JETZT schon ins Bett?

Am Ende eines Abends klingeln mir manchmal ganz schön die Ohren. Denn bei uns ist es immer laut, immer trubelig. Wie sehr wünsche ich mir dann manchmal ein kleines Baby zurück, das sich auf meine Brust kuschelt und dem ich beim Atmen zuhören kann…
 

Die eigentliche Message

Was ich sagen will: Jede Phase mit Kindern hat so ihre Eigenheiten und manchmal wünscht man sich genau das Gegenteil von dem, was man gerade hat. Nur bringt das nichts, denn Kinder haben ihr eigenes Tempo und ihren eigenen Weg. Und ist es wohl besser, sich über jedes Glucksen des Babys zu freuen, anstatt die ersten Worte herbei zu sehnen. Und später geduldig jede Kleinkind-Frage zu beantworten, weil wir ganz genau wissen, dass wir uns in ein paar Jahren wünschen werden, dass sie unsere Meinung hören wollen.

  • Für alle Baby-Mamis, die sich nach Konversation sehnen: Geht raus, trefft Freundinnen - und zwar am besten ohne Kind (das darf dann der Papa verwöhnen)

  • Für alle Kleinkind-Mamis, die sich Stille wünschen: Ohrenstöpsel wirken Wunder!

Und weißt du, was am allerbesten ist? Dass wir uns hin und wieder bewusst machen, was für ein riesengroßes Glück es ist, dass wir dieses Kind geboren haben. Denn schwanger zu sein und zu bleiben ist keine Selbstverständlichkeit, wie ich schon mal in diesem Gastartikel geschrieben habe.
 

Foto: Shutterstock

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