Weshalb dich die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft nicht stressen sollte

Blog Gastartikel: Mama Rocks

18.Jan 2019

Gastbloggerin Deborah von Mamarocks hat in der Schwangerschaft 20 Kilogramm zugenommen. Heute erzählt sie, wie dies passieren konnte und wie sie das Gewicht wieder verloren hat.

Weshalb dich die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft nicht stressen sollte

Foto: mama rocks

Meine zweite Schwangerschaft war von Anfang an nicht lustig. Ich litt unter Hypermesis Gravidarum. Zu Anfang stand somit eine Gewichtszunahme nicht zur Diskussion. Ich war froh, wenn ich überhaupt etwas, meist war es Flüssigkeit, bei mir behalten konnte. Als ich dann Mitte des zweiten Trimesters wieder auf der Waage stand, der Schock: Ich hatte in einem Monat vier Kilogramm zugenommen. Die Arztgehilfin hatte meinen entsetzten Blick wohl bemerkt: „Machen Sie sich keine Sorgen. Jetzt wird es ja langsam warm. Da haben Sie sicher Wasser eingelagert.“

Auch meine Ärztin sah meine Gewichtszunahme – übrigens bis zum Schluss – sehr sportlich: „Es ist nun mal so wie es ist. Stressen Sie sich nicht, nach der Schwangerschaft werden Sie die Kilos schon wieder verlieren!“ Doch ich stresste mich. Es war mir ein Rätsel, woher diese Kilos kamen. Zumindest an diesem Punkt der Schwangerschaft. Also verhängte ich mir ein Zuckerverbot. Einen Monat lang, bis zur nächsten Routine-Kontrolle, zog ich es durch. Das Resultat? Weitere 4 Kilogramm mehr auf der Waage.

Dann gab ich auf. Mir ging es ohne Zucker nämlich ganz schlecht. Denn eigentlich war das Einzige, was mein Magen vertrug Fruchtsäfte und Süßes. Ab und zu mal auch Nüsse. Alles andere wurde in hohem Bogen wieder aus mir herausbefördert. Ich aß also das, was mir in dieser Situation gerade guttat und weder kalorien- noch zuckerarm war. Und siehe da, die Gewichtszunahme verlangsamte sich dennoch. Zumindest vorübergehend. Jedoch spielte das keine Rolle mehr. Ich fühlte mich sowieso schon wie eine Tonne und allen, die mir sagten, dass mir die Schwangerschaft gut stehe, lachte ich ins Gesicht.

Im letzten Monat kletterte die Zahl auf der Waage nochmal rasant nach oben. Ich konnte es fast nicht glauben und dachte, das Ding müsse kaputt sein. Dem war leider nicht so. Ein Gesicht wie ein Rollmops, Pranken wie ein Löwe und Füße wie ein Elefant wiesen darauf hin, dass ich erneut sehr viel Wasser einlagerte. Dann stand auch noch eine Schwangerschaftsvergiftung zur Diskussion. Ach, war ich froh, als sich der Kleine knapp eine Woche vor Termin entschied, auf die Welt zu kommen.

Und dann war ich auch schon wieder zwei Wochen nach der Schwangerschaft 12 Kilogramm leichter. Weitere vier Kilogramm folgten in den nächsten Monaten. Aber die letzten Vier? Ach, das waren hartnäckige Dinger. Sie hatten es sich an Bauch und Hüfte bequem gemacht. Neun Monate nach der Geburt ging ich davon aus, dass sie gekommen waren um zu bleiben. Ich fand das so gar nicht lustig. Doch dann, ganz plötzlich um den ersten Geburtstag herum, schwanden auch diese Kilos wieder. Ob es nun der Stress oder die hormonelle Umstellung nach dem Abstillen war, kann ich nicht mit genauer Sicherheit sagen.

Was ich dir jedoch mitteilein möchte: Mach dir keinen unnötigen Stress in der Schwangerschaft wegen der Zahl auf der Waage. Genieße die Zeit und höre auf deinen Körper. Alles andere regelt sich tatsächlich von selbst.

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