Wie du deine Partnerin im Wochenbett unterstützt – aus Männersicht!

Blog Gastartikel: Mama Rocks

09.Apr 2019
Deutsch

Gastblogger Jérôme von Mamarocks erzählt dir, warum es wichtig ist, während des Wochenbetts für deine Partnerin und euer Baby da zu sein und was du konkret tun sollst.

Deborah hat dir bereits erzählt, worauf du im Wochenbett achten solltet. Auch als Papa solltest du dir Gedanken machen, wie du deine kleine Familie am besten unterstützen kannst.

In den ersten Tagen und Wochen benötigt das Baby in erster Linie seine Mama. Vor allem wenn es gestillt wird. Es kann also sehr gut sein, dass du dich zu Beginn ausgeschlossen, ja womöglich sogar etwas nutzlos fühlst. Dieses Gefühl ist nachvollziehbar. Allerdings stimmt das so nicht. Denn der allerwichtigste Tipp ist: sei da für deine Partnerin und das Baby, auch wenn es nicht immer einfach ist.

 

Geh es langsam an!

Ich war bei unserem ersten Kind leider viel zu kurz zuhause, was ich mittlerweile bereue. Deswegen rate ich dir, nimm dir Vaterschaftsurlaub. Auch, wenn das in der Schweiz zum Beispiel leider nicht so einfach ist. Mindestens zwei Wochen, aber lieber gleich einen ganzen Monat. Lerne das Baby kennen, trage es herum oder lasse es einfach mal ein paar Stunden auf deiner Brust schlafen.

 

Schenke Zeit

In den ersten Wochen dreht sich bei Babys alles nur ums Essen, Schlafen und Wickeln. Dies braucht aber unglaublich viel Zeit. Kaum ist das Baby gewickelt, will es schon wieder Essen und alles fängt von vorne an. Mama hat da kaum noch Zeit für sich selbst. Duschen? etwas essen? Schwierig. Also sieh zu, dass du das Baby ganz selbstverständlich auch in den Schlaf wiegst, trägst oder wickelst. 

Ihr habt schon ein Kind? Für das große Geschwisterchen ist die neue Situation nicht immer einfach. Nimm dir auch für dein erstes Kind genügend Zeit und unternimm auch mal etwas nur mit ihm oder ihr. Denn das entlastet wiederum auch die Mama.

 

Zeige Eigeninitiative

Eine faire Aufteilung der Haushaltsarbeiten sollte heutzutage schon selbstverständlich sein. Jetzt solltest du aber noch ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen. Frag nicht hundert Mal, was du einkaufen sollst, sondern mach es einfach. Und verkoche es dann auch gleich. Es muss kein Gourmet-Menü sein. Hauptsache du denkst mit und hilfst.

 

Sei verständnisvoll

Die Geburt eines Kindes ist ein einschneidendes Erlebnis. Für dich, aber vor allem für deine Partnerin. Die Hormone spielen verrückt und der Babyblues setzt ein. Der Schlafentzug wird euch allen zusetzen und ihr werdet voraussichtlich mehr streiten als bisher gewohnt.

Schluck den kleinen Ärger also auch mal runter, und denk daran: Es wird wieder besser werden.

 

Hol dir Unterstützung

Manchmal kann aber trotzdem alles zu viel werden. Aus dem Babyblues wird eine postnatale Depression? Du schläfst gar nicht mehr? Die Wohnung versinkt komplett im Chaos?

Dann zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sprecht außerdem mit eurer Hebamme und profitiert von den vielen Angeboten für Jungeltern. So lernt ihr andere Familien kennen, die in der gleichen Situation sind und könnt euch offen austauschen.

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