Wie finde ich am besten „meine“ Hebamme?

Betreuung in der Schwangerschaft durch die Geburtshelferin

08.Aug 2018
Deutsch

Deine Hebamme ist während der Schwangerschaft neben der gynäkologischen Betreuung die wichtigste Ansprechperson für dich. Auch außerhalb der Geburts-Kliniken beantworten sie deine Fragen und bereiten dich auf die Geburt vor. 
 

Wie finde ich am besten „meine“ Hebamme?
Foto: Shutterstock

Über die Kasse werden – je nach Länderbestimmung – die Kosten für Beratung und Nachsorge übernommen. 

In Deutschland gibt es die Möglichkeit desBetreuungs-Modells schon etwas länger. Je nach Umfang der individuellen Kassenleistung, werden auch zusätzliche Dinge wie zum Beispiel Kinderwunschberatung, Geburtsvorbereitungskurse für den Partner, oder sogar PEKiP-Kurse erstattet. 

In Österreich hast du im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-BeratungAnspruch auf zwei Hebammen-Besuche während du schwanger bist. Bei einer geplanten Hausgeburt sind es acht Termine.

In der Schweiz sind bei normalem Schwangerschaftsverlauf bis zu sieben Kontrolluntersuchungen vorgesehen, die von der Grundversicherung übernommen werden. Denn seit Januar 2017 kannst du als Schwangere entscheiden, ob du die vorgesehenen Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen von einer Hebamme anstelle einer Ärztin oder eines Arztes durchführen lassen willst. 

Jedenfalls wird von allen Seiten angeraten, dass du dich rasch, also direkt nach der Berechnung des Geburtstermins, auf die Suche nach deiner Hebamme machst. Und am besten auch gleich das gewünschte Geburtshaus wählst, denn in manchen Regionen sind die Kapazitäten sehr knapp. 

Das Ohr für deine Ängste, Sorgen und Beschwerden

Jede erfahrene Hebamme ist professionell mit allem ausgestattet, was werdende Eltern brauchen. Sie hat das Knowhow und auch die nötige Gelassenheit. Selbst in kritischen Momenten, die zum Beispiel durch eine Fehlgeburt ausgelöst werden, steht sie dir hilfreich zur Seite. Loslassen, Verwirrung, Vorfreude, Trauer – die gesamte Palette aller möglichen Gefühle rund um deinen Kinderwunsch und die Entbindung sind der Geburtshelferin bekannt.

Grundsätzlich arbeitet eine Hebamme auf der Geburtenstation eines Krankenhauses im 12-Stunden Takt. Sie ist dort Teil des Entbindungsteams. Frei praktizierende Hebammen, also Wahlhebammen, arbeiten auf selbstständiger Basis. Diese findest du meist in regionalen Hebammenzentren, Vereinen oder anderen Gemeinschaftsverbänden. Sie stellen sich regelmäßig in Beratungsstellen für Schwangere, an Kliniken und Geburtshäusern vor.

Reality-Check: Passen wir zusammen?

Natürlich ist nicht unbedingt jede Hebamme ideal für dich. Die Chemie muss ganz einfach stimmen. Immerhin dreht sich alles um das intime Ereignis der Geburt deines Kindes. Auch den Papa in spe solltest du bei der Wahl mitentscheiden lassen. Vor allem wenn er vorhat, dich bei der Geburt zu begleiten.

Über eine ausführliche Internetrecherche kannst du dir schon vorab einen ersten Eindruck über die Ausbildung, Methode und das Einfühlungsvermögen der Geburtshelferin machen. Eine derartige Vorauswahl kann die Entscheidung vereinfachen. Wichtig ist, dass du von Anfang an auf dein Bauchgefühl hörst. Wenn dir der persönliche Kontakt mit der Hebamme ein Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit vermittelt, dann liegst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit richtig!

 

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