Wie verträglich ist Tiermilch für das Baby?

Alternativen zur Muttermilch

06.Jun 2018
Deutsch

Grundsätzlich ist erwiesen, dass die Brustmilch die optimale Zusammensetzung für das Baby hat. Sollte dem Neugeborenen die Muttermilch in Ausnahmefällen nicht bekömmlich sein, kann das mehrere Gründe haben. Symptome der Unverträglichkeit des Kleinen wie zum Beispiel Atemwegserkrankungen, Hautreizungen wie Neurodermitis oder Magen-Darm-Verstimmungen legen sich jedoch meistens wieder ganz von alleine sobald du als frischgebackene Mama die Ernährung etwas umstellst. Sei es zum Beispiel auch nur, dass du mal ausprobierst selbst laktosefreie Milch anstatt Tiermilch zu dir zu nehmen.

Ob es sich um eine Unverträglichkeit oder eine Allergie handelt, wird im Labor oder in einer Klinik mit dem PRICK-Test festgestellt. Dabei werden Testsubstanzen in die Haut des Babys eingeritzt. An der Einstichstelle kommt es bei einer positiven Reaktion eventuell zu Hautrötung, Quaddelbildung oder Juckreiz. Lassen sich keine Anzeichen für eine echte Allergie finden, kann es sich dennoch um eine Eiweißunverträglichkeit handeln, die heute ebenso als Allergie gilt. Trinkt das Baby aber über die Muttermilch laktosefreie Milch mit, dann hat es sobald eine Reaktion auftritt keine Kuhmilcheiweißallergie, sondern viel eher eine Milchzuckerunverträglichkeit. Das Abklären aller möglichen Ursachen ist letztlich wichtig dafür, wie du dein Kleines während des Stillens und nach dem Abstillen ernährst.

Wie verträglich ist Tiermilch für das Baby?

Foto: MAM

Alternative zur Stillmilch: Stutenmilch

Füttert man das Baby direkt mit Kuh-, Ziegen- oder Schafmilch entstehen bei manchen der Knirpse oft schon bei der Zufuhr einer geringen Menge Quaddeln auf der Haut, die stark jucken. Leider kann es auch zu Reizungen rund um den Mund und an den Augen kommen. 

Stutenmilch hingegen gilt im Vergleich zu anderer Tiermilch als leicht verdaulich und besonders gehaltvoll. Sie ist in ihrer Zusammensetzung der menschlichen Muttermilch sehr ähnlich. Stutenmilch gibt es gefroren und als gefriergetrocknetes Pulver über Online-Shops oder im Reformhaus zu kaufen. Während du stillst kannst du sie selbst trinken, oder dem Baby im Fläschchen geben. Stutenmilch ist reich an Vitamin C, Vitamin B12 und Calcium. Eine Umstellung zur Falschen-Nahrung sollte damit unproblematisch sein.

Was ist besser, Abpumpen oder Pre-Nahrung?

Die Muttermilch ist ganz einfach für das Baby Superfood aus Mamas Brust. Deshalb lohnt es sich, bei Still-Problemen auf Produkte zurückzugreifen, die dich beim Stillen des Babys unterstützen. Denn es gibt bei Schwierigkeiten immer noch die Möglichkeit, den Milchspendereflex zu unterstützen. Eine entsprechende Beratung mit deiner Hebamme kann dir da weiterhelfen. Entspannung, manche Hausmittel und sanfte Brustmassage können den Milchfluss dabei anregen. 

Gibt es keine andere Lösung als das Abstillen, steht in den ersten Lebensmonaten des Babys die Umstellung auf Pre-Nahrung an. Bei der Wahl des passenden Milchpulvers solltest du darauf achten, dass alle lebenswichtigen Inhaltsstoffe vorhanden sind. Und auf welcher Tiermilchbasis die entsprechenden Spurenelemente zugesetzt werden, damit dadurch keine weiteren Unverträglichkeiten oder Allergien ausgelöst werden. Je nachdem ob es sich um Anfangsmilch oder Folgemilch handelt, werden diese Trinkmahlzeiten auf das Wachstum des Babys abgestimmt. 

Vor der ausschließlichen Gabe von Pflanzenmilch wie Sojamilch, Reismilch, Hafermilch und ähnlichem warnen Experten. Rein pflanzliche Milch sei auf Grund ihrer Zusammensetzung keine Alternative für Säuglinge und Kleinkinder, weil sie nicht alle der lebenswichtigen Mineralstoffe enthält, und aufgrund ihrer Vitamin-, Eiweiß– Fett–und Kohlenhydratzusammensetzung nicht geeignet ist.

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