Wie werdet ihr die Windel los?

Sauberkeitserziehung ohne Stress

19.Okt 2016
Deutsch

Die Babys werden schnell größer und irgendwann kommt das Thema Töpfchen und Toilette auf. Aber wie und wann geht man das Thema der Sauberkeitserziehung am besten an? Die allerwichtigste Regel gleich vorweg: Gelassenheit ist zwar nicht die einfachste, aber notwendigste Zutat für ein erfolgreiches Training. Wobei, Training hört sich vielleicht zu komplex an. Wie bei vielen anderen Themen auch, so ist auch der Wechsel von Windel auf Toilette bei jedem Kind individuell.

Manche Kinder beginnen schon sehr früh damit und werden die Windel schnell los. Andere tragen auch mit vier Jahren noch immer eine Windel und scheren sich kaum darum. Und beides ist vollkommen normal, weil sich die Kinder in unterschiedlichem Tempo entwickeln.

Wie werdet ihr die Windel los?

Foto: Shutterstock

Durch den Nerven- und Muskelkontrollapparat wissen wir, wann wir müssen und durch ihn halten wir es dann auch noch bis zur nächsten Gelegenheit aus. Dieser „Apparat“ reift langsam heran, bei manchen Kindern eben schneller, bei manchen – meistens zum Leid der Eltern – langsamer.

Die Kinder müssen aber auch lernen, dass Druck auf der Blase und Grummeln im Bauch mit Wasserlassen und Stuhlgang zusammenhängen. Und das Entwickeln eines Zeitgefühls, um die Toilette oder den Topf noch rechtzeitig zu erreichen, spielen auch eine wesentliche Rolle. Langsam lernen sie dann Blase und Darm willentlich zu kontrollieren.

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Häufig ist die Kontrollfunktion im dritten Lebensjahr tagsüber schon sehr gut. Mit vier Jahren sind ca. 80 Prozent der Kinder tagsüber sauber, in der Nacht oft noch nicht. Kein Grund zur Sorge. Am meisten hilft nämlich, wenn die Eltern das Thema entspannt angehen. Allerdings ist das meist gar nicht so einfach. Aber durch Druck erreicht ihr manchmal das Gegenteil. Versucht das Thema ohne großes Aufsehen anzugehen, dann sind auch die Kleinen entspannter und es funktioniert schneller. An der Sache dranzubleiben, ist aber genauso wichtig. Übrigens werden Mädchen meist schneller trocken als Jungs.

Um den 24. Monat ist ein guter Zeitpunkt, um mit einem lockeren Töpfchen-Training zu beginnen. Besorge vielleicht ein hübsches Töpfchen, denn viele Kinder tun sich damit leichter, als mit der Toilette. Es entspricht einfach mehr ihrer Größe, sie können leicht selber rauf- und runtergehen und ihre Füßchen fest auf den Boden stellen. Wichtig: Lobe es, wenn es erfolgreich war und schlucke etwaige enttäuschte Kommentare besser runter.

Die Zeit ohne Windeln ist dann eine enorme Erleichterung. Hauptsächlich emotional, aber tatsächlich auch finanziell.

 

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