Windpocken bei Baby und Kleinkind

3 Fragen und Antworten rund um die Vireninfektion

15.Aug 2017
Deutsch

Eine der typischen Kinderkrankheiten ist Windpocken. Fast jedes Kind erkrankt an dieser Virenerkrankung. Der Erreger der Windpocken ist das sogenannte Varizella-Zoster-Virus. Das ist ein Herpesvirus, das durch Tröpfchen- und Schmierinfektion oder über die Luft übertragen wird. Der Verlauf der Krankheit ist in den meisten Fällen harmlos, auch wenn die Symptome ganz schön lästig sind. Wie wirkt sich die Krankheit auf dein Baby aus und was kannst du dagegen tun? Wir beantworten die die am häufigsten gestellten Fragen.

Windpocken bei Baby und Kleinkind

Fotos: Shutterstock 

Was sind die Symptome von Windpocken?

Nach etwa 2 Wochen der Inkubationszeit (Zeitperiode nach der Ansteckung) bricht die Krankheit mit folgenden Symptomen aus:

  • Hautausschlag mit kleinen, runden oder ovalen roten Flecken. Mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen breiten sich über Gesicht, Rumpf, Arme und Beine aus. Sie bilden während der Heilung Krusten und Schorf. Auch auf der Kopfhaut und in selteneren Fällen an den Schleimhäuten, kann es zu Bläschenbildung kommen. Sobald der Hautauschlag auftritt, steigt die Ansteckungsgefahr. Nach der Krustenbildung sinkt auch das Risiko einer Ansteckung.
  • Juckreiz auf der gesamten Hautoberfläche
  • Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen
  • Leichtes Fieber
  • Bei Erwachsenen kann es zu Komplikationen kommen. Denn Lungen- oder Hirnhautentzündung können im Zusammenhang mit Windpocken auftreten.

Eine Ansteckung während der Schwangerschaft ist eher unwahrscheinlich, kann aber den Schwangerschaftsverlauf beeinträchtigen und das Ungeborene gefährden.

5 Tipps gegen Windpocken - Was kann ich tun, um den Heilungsverlauf zu unterstützen?

  • Bei Fieber und Abgeschlagenheit ist Bettruhe am wichtigsten.
  • Kühlende Umschläge, zum Beispiel mit Tüchern die mit kaltem Kamillentee befeuchtet wurden, lindern den Juckreiz. Kamille wirkt hautberuhigend und entzündungshemmend. Trocknende Emulsionen und Puder werden in der Apotheke angeboten. Sie werden mehrmals täglich auf die Bläschen aufgetragen.
  • Etwa 5 bis 8 Tage nach der ersten Bläschenbildung trocknen und verkrusten die betroffenen Hautstellen. Danach kannst du für das Baby Entspannungsbäder machen, die die Haut säubern und den Juckreiz mildern.
  • Damit das Kind die Bläschen nicht aufkratzt, solltest du die Fingernägel kürzen. Denn besonders bei unruhigem Schlaf beginnen die Kleinen sich zu kratzen.
  • Wenn das Kind noch Windeln trägt, sollten diese häufiger als gewohnt gewechselt werden. Denn die Feuchtigkeit im Höschen fördert die Ausbreitung der Bläschen.
  • Regelmäßiges Lüften des Schlafzimmers und keine zu hohe Raumtemperatur (etwa 18°C), lassen das Kind nachts besser schlafen.

Windpocken bei Baby und Kleinkind

Stärken Krankheiten wie Windpocken tatsächlich das Immunsystem des Kindes?          

Tausende Viren und Bakterien, Pilzsporen aber auch abgestorbene Körperzellen werden vom menschlichen Organismus täglich bekämpft. Um das unreife Immunsystem des Kindes zu trainieren, benötigt es Erkrankungen wie Schnupfen oder Windpocken. Alle viralen Atemwegserkrankungen stärken das angeborene Abwehrsystem. In der Regel ist das Kind nach der Erkrankung lebenslang immun gegen das Windpocken-Virus. Nur in seltenen Fällen bricht die Krankheit ein zweites Mal aus. 

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