Wintersport mit dem Baby

Do´s and Don´ts

27.Feb 2018
Deutsch

Die Gefahr, dass das Baby einen Aufenthalt im Gebirge nicht verträgt, ist ab etwa drei Monaten nicht größer als bei Erwachsenen. Dem gemeinsamen Tapetenwechsel im Winter steht also nicht viel mehr als Bequemlichkeit entgegen. Denn die gute Nachricht ist: winterliche Outdoor-Aktivitäten sind durchaus auch mit dem Baby möglich! Mit einer guten Ausrüstung sind Dinge wie Joggen im Schnee für Sportskanonen nur ein Klacks.

Wintersport mit dem Baby

Foto: Shutterstock

Trotzdem gibt es bei sportlichen Aktivitäten im Winter einiges zu berücksichtigen.
Hier unsere Do´s and Don´ts.

 

Do´s

  • Damit es beim Spazierengehen im Kinderwagen nicht zieht, mache die Luken dicht. Kontrolliere, ob das Verdeck ringsum dichthält. Bei windigem, feuchtem Wetter oder starkem Schneefall, macht ein Regeschutz für den Wagen Sinn.
     
  • Wollt Ihr in Höhen über 3000 Metern über dem Meeresspiegel einen längeren Urlaub machen, empfiehlt sich ein langsames Herantasten an die Höhe. Für die Eingewöhnung am besten jeden Tag ein paar hundert Meter weiter oben übernachten. Soll es nur kurz auf einen hohen Gipfel gehen, dann haltet euch nicht länger als unbedingt nötig dort oben auf. Auch bei Erwachsenen kann übrigens die Höhenkrankheit auftreten. Kinder werden dabei quengelig, sind ständig müde und leiden unter Kopfschmerzen oder Übelkeit. Das einzige Gegenmittel ist dann leider absteigen.

 

Don´ts

  • Kommt bitte nicht auf die Idee, euer Kleines in einer Bauch- oder Rückentrage mit auf die Piste zu nehmen! Wollt ihr im Urlaub auf die Bretter steigen, müsst ihr das alleine tun. Abgesehen von der extrem hohen Unfallgefahr für euch und das Baby, ist das Risiko einer Unterkühlung des Kleinen dabei enorm hoch. Besonders oft kommen Erfrierungen an den Händen und Füßen vor!
     
  • Wollt ihr die Aussicht genießen und mit der Gondelbahn oder dem Sessellift hinauf auf die Berge fahren, kommt es sehr auf die Ausstattung der Seilbahn an.
    Je nachdem ob sie offen, oder geschlossen ist, kann so eine Fahrt mit Baby mehr oder weniger abenteuerlich sein. Das Gedränge kann dem Kleinen zusätzlich zu schaffen machen. Und der schnelle Höhenanstiegs führt eventuell zu Ohrenschmerzen, weil der Druckausgleich des Innenohrs nicht rasch genug funktioniert.
     
  • Die Après Ski Stimmung auf der Jausenstation ist nicht besonders passend für Jungfamilien. Laute Musik und Lärm können sehr aufreibend für das Baby sein. Und die wenigsten Hütten bieten Wickelgelegenheiten oder ruhige Rückzugsecken zum Stillen an. Verzichtet also lieber auf diese Art von Hüttenzauber.
     
  • Wickeln und Füttern auf dem Berg sollte generell vermieden werden. Die Kälte macht die Finger der Eltern klamm, und der nackte Babypo sollte ohnehin auf keinen Fall Minusgraden ausgesetzt sein. Zieht also, wenn möglich, nur mit einem satten und zufriedenen Kind los.
Sende diese Seite an einen Freund