Wir haben viel Sex - wo bleibt das Baby?

Diese Hindernisse kann es beim Kinderwunsch geben

29.Apr 2018

Du willst dir deinen Kinderwunsch erfüllen, weil das Herz danach ruft oder die biologische Uhr immer lauter tickt? Die Familienplanung ist in vollem Gange, der Zeitpunkt passt gut in den Karriereplan und in der Partnerschaft seid ihr das perfekte Team? Schnell schwanger werden kann aber auch dann ein richtig abenteuerliches Unterfangen sein. Es kann sein, dass dich und eventuell auch deinen Liebsten die hohe Erwartungshaltung blockiert, oder auch, dass die Chance auf eine Schwangerschaft tatsächlich abgenommen hat, weil sich eure körperlichen Voraussetzungen verändert haben.

Aber dann? Was tun? Viel Sex? Dabei alle empfohlenen Stellungen einnehmen? täglich das Orakel aus dem Internet um Rat befragen? Mit Mitstreiterinnen um die Wette hibbeln und ganz einfach jeden Tipp ausprobieren? Warum eigentlich nicht!

Ein wenig Vorsicht ist dabei aber geboten, denn rund um die erfolgreiche Empfängnis gibt es auch einige weit verbreitete Ammenmärchen. Und natürlich ist gut zu wissen, dass Stress grundsätzlich der ultimative Liebeskiller ist. Egal ob auf dem Gefühlssektor, oder durch einen generell zu voll gepackten Alltag.

Doch was kann die gewünschte Schwangerschaft außerdem verhindern?

Wir haben viel Sex - wo bleibt das Baby?

Foto: Shutterstock

Hemmt viel Sex die Möglichkeit schwanger zu werden?

Einer der Mythen, die sich um das männliche Sperma ranken ist, dass zu viel Sex die Beschaffenheit der wuselnden Anwärter für die Befruchtung einschränken würde. Sie werden dabei angeblich „müde“, weil der ständig erforderliche „Nachschub“ an Kraft und Beweglichkeit verliert. Das stimmt aber so nicht. Natürlich ist das erklärte Ziel der täglich im Hoden produzierten rund 40 Millionen Spermien, das weibliche Ei erfolgreich zu befruchten. Dabei sammeln sie sich bis zu ihrem Einsatz an verschiedenen Stellen des fünf bis sechs Meter langen Ganges der Nebenhoden. Pro Samenerguss machen sich dann einige hundert Millionen auf den Weg. Dabei sind „frisch“ produzierte und ältere, geduldig „wartende“ Spermien bunt durchmischt. Tja, diejenigen, die schon länger in der Warteschlange stehen, können dann „unterfordert“ sein und leider noch am Standort zerfallen. Es kommt insgesamt also weniger auf die Menge, als auf die Qualität des Spermas an.

Selbst, wenn bei Kinderwunsch in der Woche vor dem Eisprung von Experten der tägliche Sex empfohlen wird, heißt das nicht, dass damit der Erfolg, nämlich die heiß ersehnte Schwangerschaft, garantiert ist. Und auch einmal Sex pro Tag muss nicht zwingend die erwünschte Tagesproduktion an Spermien hochtreiben. Eine Pflichtübung sollte die Zeugung jedenfalls nicht sein, weil die Häufigkeit alleine nicht unbedingt zu einer Befruchtung führt. Aber schaden kann ein intaktes und aktives Liebesleben auf keinen Fall!
Was also tun, wenn es nicht auf Anhieb klappt?
 

Zeugungsfähigkeit: was beeinflusst die Samenproduktion tatsächlich?

Die Überwärmung der Hoden ist zum Beispiel einer der Faktoren, die zu Fehlbildungen des Spermas führen können. Der Laptop sollte also nicht stundenlang auf seinem Schoß platziert sein. Und während ihr ein Baby wollt, gilt für den Papa-to-be auch: lieber warm duschen als häufig heiße Bäder nehmen.

Ein gesunder Lebensstil wird bei Kinderwunsch natürlich grundsätzlich von Medizinern empfohlen. Und der ist sowieso nur von Vorteil, denn mit einem oder mehreren Kindern, sollten Mama und Papa, wenn möglich lebenslang fit wie ein Paar Turnschuhe sein.

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