Wutanfälle gehören dazu!

Jeder kennt es - das Toben unserer süßen Kleinen

31.März 2018
Deutsch

Wutanfälle gehören dazu!
Jeder kennt es - das Toben unserer süßen Kleinen

Die geduldigsten aller Jungeltern haben es schon erlebt. Der ansonsten fröhliche Wonneproppen rastet plötzlich richtig aus. Schon Einjährige können von einer Sekunde auf die andere ihren Frust entladen und toben, schreien oder um sich schlagen. Ist das normal?
Erziehungsexperten meinen: ja. Babys und Kleinkinder haben keine andere Möglichkeit ihren Dampf abzulassen. Und in vielen Fällen kommen die Ausbrüche, wenn das Baby müde oder hungrig ist. Deshalb sind geregelte Schlafenszeiten und Mahlzeiten ein wichtiger Faktor, damit Wutanfälle nicht überhandnehmen.

Babys lernen schnell, dass das Toben einen Effekt bei den Erwachsenen erzielt. Sie reagieren vor allem, wenn die Wut allzu rasch durch Entschädigung gestoppt wird. Schon die Kleinsten versuchen dann, ihre Gefühlsausbrüche strategisch einzusetzen. Als Mama oder Papa wirst du in so einer Situation dazu verleitet, deinen wutentbrannten Liebling möglichst erfolgreich abzulenken. 

Wutanfälle gehören dazu!

Foto: Shutterstock

Wie kannst du auf das Toben angemessen reagieren?

Was die Erziehung anbelangt, gibt es ja einige Ammenmärchen, die hartnäckig sämtliche Empfehlungen aus Eltern-Ratgebern überleben. Leider! Denn nicht völlig umsonst haben sich kluge Leute die Mühe gemacht, Eltern sinnvolle Hilfestellungen anzubieten. Manche Tipps sind vor allem bei Wutanfällen richtig wertvoll! Allerdings ist das immer wieder gut gemeinte „Bleibe ruhig!“ in einer brisanten Situation manchmal kaum zu schaffen.
 

Deshalb versuche dich bewusst in der Mitte des Moments an die für dich besten Tipps zu erinnern, und so rasch und gut du kannst zu reagieren. Zum Beispiel so:
 

Erst mal tief durchatmen

Ist die Situation grundsätzlich ungefährlich, dann geht es auch darum, dass du deinen eigenen Zorn im Zaum hältst. Ein eindringliches Zureden auf Augenhöhe kann sofort wirken, aber falls du laut wirst, um dein Kleines zu übertönen, kann es mit Angst reagieren. Und soweit sollte es nicht kommen. Ist das aber mal der Fall, dann mache dir keine Vorwürfe. Das kann vorkommen, sollte aber nie zur gewohnten Weise der Kommunikation werden. Atme mehrmals tief durch und nimm für ein paar Augenblicke Abstand. Wenn nötig, verlasse den Raum. Im Idealfall ignorierst du das Verhalten deines Sprösslings, bleibst gelassen und sprichst mit ruhiger Stimme.
 

Egal was die anderen denken

Ein Zornausbruch in der Öffentlichkeit kann ziemlich unangenehm sein. Das sollte dich aber nicht bekümmern. Manchmal wirken Ablenkungen wie ein Lied summen, oder von etwas völlig Anderem erzählen. Ignorieren kann zwar wirken, es sollte aber niemals ein Liebesentzug daraus werden. Im Gegenteil. Eine herzliche Umarmung, knuddeln, streicheln oder kitzeln, können richtige Wunder wirken.

Wenn sich das Toben im Restaurant oder auf dem Spielplatz abspielt, dann nimm deinen Schatz zur Seite. Warte, wenn nötig, bis er sich beruhigt hat. Wichtig ist, dass du dem Baby Zeit gibst sich zu beruhigen und ihm klarmachst, dass du es auch liebhast, wenn es tobt. 

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