Yoga in der Schwangerschaft

Viele Vorteile für Mama und Baby

04.Jun 2020
Deutsch

Yoga ist nicht nur in der Schwangerschaft ein beliebter Sport. Schließlich fördert es neben Kräftigung und Dehnbarkeit auch die Entspannung. Warum es aber gerade für Schwangere so empfehlenswert ist – auch wenn du noch nie Yoga gemacht hast – liest du hier!


Foto: Shutterstock

Yoga: Balsam für Körper und Seele

Wer regelmäßig Yoga-Übungen macht, kann sich über mehr Beweglichkeit und mehr Kraft freuen. Yoga ist aber auch eine hervorragende Methode, um Stress abzubauen und Ängste zu lösen. Nicht nur die Positionen, auch spezielle Atemübungen helfen dabei, sich zu entspannen und mental Kraft zu tanken. Das Tolle an Yoga: du kannst auch in der Schwangerschaft  – nach einer ärztlichen Freigabe – als Anfängerin starten.

 

Mit Yoga gegen Schwangerschaftsbeschwerden

Im Verlauf der Schwangerschaft kann Yoga auf viele Arten gegen diverse körperliche wie seelische Herausforderungen in jedem Trimester helfen:

  • Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • schwere Beine
  • Vorbeugen gegen Krampfadern
  • Verkrampfte Schultern
  • Sodbrennen
  • Übelkeit
  • Ängste
  • Unruhe
  • Verstopfung
  • Hämorrhoiden

Yoga ist außerdem eine sehr gute Art, sich auf die Geburt vorzubereiten. Diverse Übungen öffnen den Hüftbereich und können dabei helfen, dass das Kind gut ins Becken rutscht. Durch die besondere Achtsamkeit empfinden viele Schwangere auch eine stärkere Verbindung zum Baby. Die Kräftigung hilft Schwangeren auch nach der Geburt: der Beckenboden wird gestärkt und beugt damit Inkontinenz vor.

Yoga ist eine ganzheitliche Lehre – sie unterstützt Körper und Geist.

 

Mit bewusster Atmung besser durch die Geburt

Die erlernten Atemübungen können auch während der Geburt enorm helfen, um sich zwischen den Wehen schneller zu erholen. Durch eine bewusste, tiefe Atmung kann der Wehenschmerz reduziert werden. Sie hilft der Gebärenden dabei, sich zu öffnen und sich durch die Wellen von Wehen „tragen zu lassen“.

 

Besonderheiten beim Yoga für Schwangere

Grundsätzlich sollte vor jedem Training ein ärztliches OK eingeholt werden. Es gibt nämlich medizinische Gründe, die gegen Yoga in der Schwangerschaft sprechen.

Dazu zählen z.B.:

  • ein offener Muttermund
  • vorangegangene Blutungen
  • tiefe Plazenta
  • Vorwehen
  • Vorerkrankungen (z.B. Blutdruck, Herzprobleme)
     

Vorsicht ist bei bestimmten Bewegungen geboten. Das gilt es zu beachten:
Keine Übungen, die den Bauch zu stark drehen, dehnen oder einengen bzw. die gerade Bauchmuskulatur belasten.

  • Kopf- oder Schulterstände sollten nur mit viel Vorerfahrung gemacht werden.
  • Um Stürze zu vermeiden, ist es besser, Gleichgewichtsübungen an einer Wand durchzuführen.
  • Luft nie anhalten
  • Sprünge vermeiden
  • Entspannungsposition statt auf dem Rücken liegend bei Unbehagen in Seitenlage
  • In der Spätschwangerschaft auf Rückenlage besser verzichten
  • Drehungen der Wirbelsäule möglichst sanft ausführen

Das Ziel von Yoga in der Schwangerschaft ist jedenfalls klar: Es geht nicht darum, möglichst kunst- und anspruchsvolle Figuren zu machen, sondern sich körperlich wie geistig etwas Gutes zu tun. Es tut einfach gut, etwas exklusive Zeit für sich und das Baby zu haben – vor allem, wenn schon Geschwisterkinder da sind. 

 

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Quellen:

https://www.superprof.de/blog/yoga-fuer-schwangere-sinnvoll/

https://kurier.at/wellness/yoga-in-der-schwangerschaft-buch-katharina-rainer-trawoeger/234.654.743

Bachelorarbeit „Yoga in der Schwangerschaft“, Katharina Konya, Medizinische Universität Graz 

Institut für Physiologie, 2013

https://www.yogazeit.at/yoga-in-der-schwangerschaft/

https://www.sonnentor.com/de-at/rezepte-tipps/tipps/yoga-in-der-schwangerschaft

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