Yummy Mummies: Die Schönen und Schwangeren

5 Gründe, warum diese Serie kein Must-Watch ist

29.Apr 2019
Deutsch

Du magst Reality TV Shows? Wie Recht du hast! Ab und an triviale Unterhaltung zur Entspannung schadet keineswegs. So der O-Ton, wenn es um die generationsübergreifende Lust auf banale Seifenopern geht, die (angeblich) aus dem echten Leben gegriffen sind.

Yummy Mummies: Die Schönen und Schwangeren

Foto: Shutterstock

Mit Yummy Mummies lässt Australien schön grüßen. Im Wesentlichen geht es in der Netflix-Show der ersten Staffel„Die Schönen und Schwangeren“ um vier Mamas in spe, die ihren Kugelbauch als Statussymbol vor sich herschieben. Es sind Luxuspuppen, die einem bizarr extravaganten Lifestyle nachgehen. Und wegen der anderen Umstände, erwarten sie durchwegs erhöhte Aufmerksamkeit seitens des jeweiligen Papas in spe. Die auserwählte Verheißung des Glücks heißt „Push-Presents“. Ansonsten handelt es sich um Shoppen und Mocktails schlürfen. Das Sahnehäubchen drauf ist elendslanger Smalltalk rund ums Baby.

Die adretten Darstellerinnen sind Fahrdienstleiterin Lorinska Merrington, Einzelhandelskauffrau Rachel Watts, Grundschullehrerin Maria Di Geronimo und Model Jane Scandizzo. Der Beginn der Show kickt mit einer Einladung der drei Melbourne „Yum Mums“ zu Marias Baby Shower nach Adelaide.

Nachdem es sich hierbei NICHT um Satire de Luxe handelt (schön wär´s!), sondern offenkundig um ein völlig inhaltsloses Lebensgefühl das hier suggeriert wird, schließen wir uns der durchwegs vernichtenden Kritik an. Und geben 5 von 5 überquellend volle Windeln im Ranking der übelsten Reality Shows für Mamas-to-be. Hier erfährst du kurz und knapp weshalb:
 

1. Ausuferndes Product-Placement

Der totale Designer Markenzwang macht sich breit. Themen zum Baby Shower beispielsweise, oder etwa Marias Make-up Room, entspringen in der Aufmachung ausschließlich den Reihen prominenter Luxusgüter. Prall gefüllt mit XXL Logos, versteht sich.
 

2. Die unerträglichen Stereotypen der werdenden Mamas

Mit etwas Bitternis auf den Lippen und pulsierendem Druck im Zentralnervensystem nennt man derartige Laufbilder im Fachjargon schlicht „Car-Crash Television“. Dies ist eine Anspielung auf die letztklassige Aufmachung der Show, die unverschämt inhaltsleer auf Schwangere und Jungmamas abzielt. Sex & Style… mehr ist nicht.
 

3. Warten auf den Knalleffekt

Ähnlich wie bei „Warten auf Godot“ kommt er nicht. Die Show bleibt neben marginalem Gehalt überraschend witzlos. Werden wir die noch ungeborenen Kinder bis ins Erwachsenenalter begleiten (müssen)?
 

4. Stillmamas schneiden lausig ab

Das offensichtlich in Szene gesetzte Bloßstellen einer stillenden Mutter im Adelaide Café, hat den Yummy Mummies einen empörten Aufschrei des australischen Seven Network Publikums eingehandelt. Völlig zu Recht!
 

5. Schaler Zeitvertreib während des Nestbaus

Alles in allem lohnt es sich kaum, kostbare Zeit damit zu vergeuden. Die australische Journalistin Debbie Schipp meinte im Juli 2017: „Ich habe mir die mieseste neue Fernsehshow angesehen, damit du´s nicht musst.“ Wir empfehlen, stattdessen an die Zukunft deines Sprösslings zu denken, und sinnvollere Dinge tun. Etwa durch fantasievolle Kinderfilme stöbern.

Fazit: Nicht alles was auf Netflix kommt ist eine Glanznummer punkto Unterhaltung. Hier also unser Tipp für frischgebackene Eltern, die Vergnügen mit Babythemen verbinden wollen. Aber richtig!

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