Zahnt mein Baby?

Woran man erkennt, dass ein Zahn kommt

26.Apr 2020
Deutsch

Die Zähne werden schon während der Schwangerschaft angelegt und befinden sich somit bereits startklar im Kiefer, wenn ein Kind auf die Welt kommt. Aber warum sind sie nicht gleich da und wie erkennt man, dass das Zahnen losgeht?


Foto: Alvin Mahmudov via Unsplash
 

Die Zahnentwicklung

Schon in der 6.-8. Schwangerschaftswoche beginnt die Zahnentwicklung. Wenn das Kind auf die Welt kommt, sind die Zähne – oder genau genommen die Zahnkronen – komplett fertig im Kiefer versteckt. Die Wurzeln der Zähne entwickeln sich dann erst bis zum Alter von ca. 3 Jahren.

Zähne zu bekommen ist von der Natur nicht als „krankhafter“ Vorgang vorgesehen: d.h. Fieber oder Koliken sind selten oder treten in einem anderen Zusammenhang auf. Viele Babys und Kleinkinder sind allerdings irritiert über die neuen, ungewohnten Entwicklungen während ihrer oralen Phase. Dabei können Eltern aber ausgezeichnet helfen und vom Kribbeln, Jucken und Drücken im Mund ablenken bzw. mit speziellen Mitteln zum Massieren und Kühlen helfen.

 

Die ersten Zähne

Bei den meisten Kindern brechen die ersten Zähne zwischen dem 6. und dem 8. Monat durch. Oft erscheinen die unteren beiden Schneidezähne zuerst. Das Milchgebiss ist in der Regel mit ca. 2,5 Jahren fertig.

 

Überblick Zahnen beim Milchgebiss

Unterkiefer

  • 6.-8. Monat: Schneidezähne
  • 10.-14. Monat: Eckzähne
  • 14.-18. Monat: erste Backenzähne
  • 24.-30. Monat: zweite Backenzähne
     

Oberkiefer

  • 8.-10. Monat: Schneidezähne
  • 18.-24. Monat: Eckzähne
  • 14.-18. Monat: erste Backenzähne
  • 24.-30. Monat: zweite Backenzähne

Achtung: hier handelt es sich wie bei vielen Zeitangaben zur Entwicklung bei Kindern um durchschnittliche Richtwerte – sowohl Reihenfolge als auch Alter können individuell ganz unterschiedlich sein.

 

Zeichen für das Zahnen

  • Gerötetes Zahnfleisch
  • Geschwollenes Zahnfleisch
  • Stärkere Speichelbildung
  • Leicht (!) erhöhte Temperatur
  • Unruhe, vermehrtes Weinen

Hohes Fieber und Durchfall gelten nicht als Zahnungszeichen und sollten ärztlich abgeklärt werden.

 

Hilfe beim Zahnen

Viele Kinder sind besonders anhänglich und weinerlich, wenn sie von den Veränderungen durch das Zahnen verunsichert sind – natürlich möchten Eltern nichts lieber als wirksam helfen. Folgende Methoden haben sich dabei bewährt:

  • Gekühlte Beißringe
  • Nasse Waschlappen zum Kauen
  • Spezielle Zahngels mit z.B. Kamille und Lokalanästhetika
  • Viel trinken
     

Auch wenn sie sehr beliebt sind: Bernsteinketten und kalte, harte Lebensmittel werden nicht empfohlen. Das Risiko ist in beiden Fällen einfach größer als der (nicht erwiesene) Nutzen.

 

Das könnte dich auch noch interessieren:

Gesunde Zähne von Anfang an – alles über die Zahnpflege

Spannendes zur Augenfarbe

 

Quellen:
https://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/zahngesundheit/zahnentwicklung/

Tags: 
Sende diese Seite an einen Freund