Zeitdruck MORGENS vermeiden – Wenn du los musst und die Kinder nicht wollen.

Blog Gastartikel: Die kleine Botin

13.Feb 2018
Deutsch

Gastbloggerin Daniela von Die kleine Botin kennt folgende Situation nur zu gut. Ein anstehender Termin muss eingehalten werden oder eine wichtige Verabredung steht an und die Kinder wollen nicht los. Sie trödeln und brauchen noch dieses und jenes. Seit sie jedoch eine neue Sicht auf die Situation hat, fällt es ihr nicht nur leichter damit umzugehen, die Kinder sind auch kooperativer geworden. Wie das geht? Das verrät sie hier.

Zeitdruck MORGENS vermeiden – Wenn du los musst und die Kinder nicht wollen.

Wir verhalten uns im hektisch-getriebenen Alltag manchmal leider wie Diktatoren indem wir dem Kind unseren Zeitplan aufzwingen. Zu allererst müssen wir uns bewusstwerden, was wir da machen. Es ist nämlich unsere Agenda, die wir versuchen durchzubringen. Nicht die der Kinder. PUNKT. Selbstverständlich geht es manches Mal nicht anders, aber das ist für Kinder nicht relevant, weil der Zeitbegriff zu abstrakt für sie ist. „Wir müssen um halb acht los!“ Ist also keine greifbare Begründung für die Kleinen.  Das Kind will nicht unterbrochen werden – genauso, wie auch wir nicht gern bei einer Tätigkeit unterbrochen werden, wenn wir gerade mittendrin sind.
Kinder wollen dich also nicht ärgern, sie wollen nur spielen.
 

Wie kann es also besser ablaufen, wenn es schnell gehen muss?

Lasse jemand anderen gehen, oder suche wen, der beim Kind bleibt. Wenn diese Möglichkeit nicht besteht, dann sei ehrlich. Erkläre, was zu tun ist. Nicht „Wir müssen gehen.“ Besser: „ICH muss diesen Termin einhalten, bitte hilf mir.“ Versuche also dem Kind zu erklären, worum es geht. Sei ehrlich und trau dich, ihm die Wahrheit zu sagen. Besonders achtsam gelingt das, wenn es schon am Vortag besprochen wird, so hat dein Kind Zeit, sich damit zu arrangieren. Gib deinem Kind eventuell auch ein paar Anreize:

Was können wir mitnehmen, um es Dir leichter zu machen?
Was möchtest du nachher machen?
Welches Buch können wir danach gemeinsam lesen?
 

Gleichwürdigkeit im Alltag

Sie sind klein, aber wir müssen sie genau gleichwertig behandeln, wie Erwachsene.
Stell Dir vor, du sitzt beim Computer und machst gerade etwas Wichtiges und dein Mann ruft: „Jetzt komm schon, trödle nicht immer so rum, wir müssen jetzt los.“ Das fühlt sich nicht gut an, oder?
 

Achtsames Miteinander

Wenn wir uns gegenseitig respektieren und kein Grund zur Frustration gegeben ist, wird auch kein Wutanfall folgen.
Versuche nicht das Leben perfekt zu machen, schränke dich selber nicht zu viel ein, berücksichtige auch die Bedürfnisse von Kinder und nimm diese am besten in die Planung auf. Dann gelingt vielleicht noch immer nicht alles reibungslos, aber immerhin viel mehr.

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