Zwillinge – Das Glück im Doppelpack

6 Fragen – 6 Antworten rund ums Thema

06.März 2017
Deutsch

Vor einigen Wochen ließ R’n’B Queen Beyoncé Knowles via Instagram die erfreuliche Nachricht verlauten, dass sie und ihr Gatte Jay Z in diesem Jahr Nachwuchs erwarten. Und zwar gleich im Doppelpack. Denn nach Töchterchen Blue Ivy (5) sind nun Zwillinge unterwegs. Als die 35-Jährige nur wenige Tage später bei der Grammy Verleihung performte - mit Babybauch - staunten wir alle nicht schlecht. Vermutlich war selbst für Wonderwoman Beyoncé die Nachricht, Zwillinge zu erwarten, erst einmal ein kleiner Schock. Ebenso wie für die meisten Eltern. Nach den ersten Schrecksekunden (Stunden oder auch Tagen) stellt sich dann aber fast immer große Vorfreude ein. Zwillinge zu haben ist zwar eine doppelte Herausforderung, gleichzeitig aber auch doppeltes Glück. 

Zwillinge – Das Glück im Doppelpack

Fotos: beyonce.com

In dieser ganz einzigartigen Situation brennen uns werdenden Eltern besonders viele Fragen auf der Zunge. Fragen, die die Zwillingsschwangerschaft betreffen, aber auch Fragen, die erst im Kindergarten Alter der Zwillinge relevant werden. Wir haben Antworten, auf 6 Fragen, die euch das Leben vielleicht ein kleines bisschen leichter machen können:

1. Ein Zimmer für beide, kann das gut gehen?

Zumindest vor der Einschulung ist ein gemeinsames Kinderzimmer eigentlich kein Problem. Dies gilt besonders für die ersten zwei Lebensjahre. Für später gibt es dann platzsparende Lösungen wie ein Hochbett – so dass dem Nachwuchs noch ausreichend Raum fürs Toben bleibt. Allerdings sollte man früher oder später Umdisponieren, denn auch bei Zwillingen wächst irgendwann der Wunsch nach Privatsphäre und nach einem eigenen Reich.

2. Kann ich beide Babys stillen? Reicht meine Muttermilch dafür?

Beim Stillen gilt: Die Nachfrage regelt das Angebot. Wenn es nicht gerade zu Stillproblemen kommt, haben Zwillingsmütter daher in der Regel ausreichend Milch für zwei Babys. Bis das Anlegen an die Brust problemlos klappt, kannst du deine Zwillinge einzeln stillen. In dieser Zeit kannst du dich ausgiebig einem Kind widmen. Das kräftigere Baby löst durch sein Saugen außerdem den Milchspendereflex für sein Geschwisterchen aus - ein weiterer Vorteil. Sobald ihr drei ein eingespieltes Team seid, kannst du beide Säuglinge gleichzeitig stillen. Dies spart natürlich einiges an Zeit. Hier lohnt sich die Investition in ein spezielles Zwillings-Stillkissen. 

3. Doppelte Erziehungszeit beziehungsweise Betreuungszeit? 

In Deutschland und Österreich lautet die Antwort: Bis zu 5 Jahre! Eltern haben das Recht auf Elternzeit bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres - pro Kind. Der Clou: Pro Kind dürfen 12 Monate der Elternzeit genommen werden, und zwar bis die Kinder acht Jahre alt sind. Das bedeutet: 3+1+1 = 5 Jahre, die nur dir und deinen Zwillingen gehören. Der Haken: Dein Chef muss zustimmen. Detaillierte Infos findest du hier

Zwillinge – Das Glück im Doppelpack

4. 2 Kinder = automatisch zweifache Ausgaben?

Bei Zwillingen hast du definitiv mit deutlich höheren Ausgaben zu rechnen, als bei nur einem Baby. Das fängt beim teuren Zwillingskinderwagen an und hört bei der doppelten Menge an Windeln auf. In Sachen Spielzeug gilt allerdings dasselbe wie auch bei Geschwistern: Kinder müssen lernen zu teilen.

5. Gleiche Klamotten für Beide?

Eine weitere Frage, die zukünftigen Zwillingseltern durch den Kopf schießt. Gleiche Outfits bei Zwillingen sind auf jeden Fall niedlich, selbstverständlich aber absolut kein Muss. Ganz im Gegenteil: Babys ist es ohnehin vollkommen egal, was du ihnen anziehst. Und du wirst sehen, kommen deine Kids dann erst einmal ins Kleinkindalter ist der Partnerlook zumindest im Alltag ganz schön unpraktisch.

6. Wie kann man 2 Kindern gerecht werden?

Auch hier können wir dich beruhigen. Du wirst in die Rolle als Zwillingsmama oder Zwillingspapa hineinwachsen. Ebenso schnell, wie du bald schon völlig souverän mit zwei Säuglingen auf dem Arm durchs Wohnzimmer spazierst und zwei hungrige Münder synchron fütterst, wirst du auch die Bedürfnisse deiner Kinder mehr und mehr kennen lernen. Womöglich haben die Zwillinge einen völlig anderen Schlafrhythmus oder einer legt wesentlich langsamer an Gewicht zu, als der andere. Es ist wichtig, die Kinder von Anfang an als Individuum wahrzunehmen und sich auch immer mal Zeit für nur ein Kind zu nehmen. Dann merkt man auch schnell die Charakterunterschiede und erkennt die unterschiedlichen Bedürfnisse. 

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